Stiller Protest in Kiel

Fotos gegen die Massentierhaltung

Foto: Mitglieder der Albert Schweitzer Stiftung erregten mit ihren Fotodokumenten als Demonstration gegen Massentierhaltung am Sonnabend viel Aufmerksamkeit in der Kieler Fußgängerzone.

Mitglieder der Albert Schweitzer Stiftung erregten mit ihren Fotodokumenten als Demonstration gegen Massentierhaltung am Sonnabend viel Aufmerksamkeit in der Kieler Fußgängerzone.

Kiel. "Die Stiftung  setzt sich für unsere Mitwelt, den Schutz und die Rechte der Tiere ein, verhandelt mit der Wirtschaft, um Tierschutzstandards zu erhöhen und informiert Verbraucher", erklärt Ulf Jürgens von der Kieler Aktionsgruppe der Stiftung.  Auf der Holstenstraße war es vor allem ein stiller Protest. "Wir brauchen keine Worte, die Fotos sprechen für sich", sagte eine der 30 Aktivisten der Stiftung , die mit großformatigen Fotos in den Händen eine lange Gasse auf der Holstenstraße gebildet hatten. Viele Passanten sahen sich die Fotos im Vorübergehen an, viele bleiben aber auch stehen, fragten nach - etwa: "Warum steht das Schwein in so einem engen Zwinger, in dem es sich gar nicht bewegen kann?"

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Fixierung auf 70 mal 200 Zentimetern

Die Antwort: Das ist ein Kastenstand, 70 mal 200 Zentimeter groß. Dort werden  Sauen in der konventionellen Tierzucht fixiert - und zwar bis zu 28 Tage nach der Besamung. Kurz bevor die Sauen ihre Ferkel werfen, kommen sie wieder in spezielle Kastenstände. Auch dort können sich die Tiere kaum bewegen. Die Gitterboxen sollen verhindern, dass die Sauen auf engem Raum die Ferkel erdrücken, und ermöglichen, dass im Stall möglichst viele Sauen gehalten werden können. Die Kastenhaltung steht seit Jahren in der Kritik und ist in vielen Ländern verboten. In Deutschland soll sie schrittweise abgeschafft werden.

Interesse an veganen Gerichten

Die Demonstranten ließen keinen Zweifel daran, dass sie diese Kastenhaltung als nicht artgerecht und tierquälerisch einstufen. Zahlreiche Passanten versicherten, dass sie von dieser Haltung nichts gewusst hätten, und trugen sich anschließend in Listen ein: Sie wollen sich nun von der Albert Schweitzer Stiftung per Mail über Rezepte ohne tierische Produkte informieren lassen.

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Von Heike Stüben

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