Vor Stickenhörn gesunken

„Giddy up“ meldet sich vom Fördegrund

Foto: Ein Bild vergangener Tage: Hier ragten von der "Giddy Up" nach dem Untergang vor zehn Jahren noch die beiden Masten aus dem Hafenbecken. Derzeit kennzeichnet nur eine Ölsperre den Untergangsort.

Ein Bild vergangener Tage: Hier ragten von der "Giddy Up" nach dem Untergang vor zehn Jahren noch die beiden Masten aus dem Hafenbecken. Derzeit kennzeichnet nur eine Ölsperre den Untergangsort.

Kiel. Auf der Wasseroberfläche hatte sich ein dünner Ölfilm gebildet. Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei stammt das Öl aus dem gesunkenen Schiff. Wie groß die Ölmenge in dem Wrack genau ist, könnte vermutlich erst nach einer Bergung ermittelt werden. Die stand bereits im November 2008 auf der Tagesordnung. Doch damals konnten sich der Eigentümer, die Sporthafen GmbH und die Behörden nicht einigen. Letztlich entleerten Taucher auf Kosten der Sporthafen GmbH die Treibstofftanks. Zuvor war die „Giddy up“ bei einem Novembersturm an der Außenmole des Sporthafens gesunken.

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Schiff wurde auf dem Grund liegen gelassen

Wegen der fehlenden Einigung wurde das Wrack des 27 Meter langen und 6,8 Meter breiten Schiffes in Stickenhörn auf dem Fördegrund liegen gelassen. Mast und Aufbau wurden entfernt und zwei Bojen als Markierung der Gefahrenstelle für andere Schiffe und Boote ausgelegt. Damit war für zehn Jahre Ruhe. Vorige Woche gab es dann wieder Alarm. Passanten hatten einen feinen Ölfilm an der Stelle entdeckt, an der sich auf dem Grund das Heck mit dem Maschinenraum befindet. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr rückte mit Ölbekämpfungsgerät und Schlauchboot an. Gleichzeitig nahm die Wasserschutzpolizei erneut Ermittlungen auf.

Hafenamt übernimmt das Ruder

Aufgrund der neuen Lage hat das Hafenamt der Stadt jetzt das Ruder übernommen. „Wir haben den Eigner des Schiffes angeschrieben und ihm eine Frist gesetzt“, sagte Kiels Hafenkapitän Michael Schmidt. Wenn sich der Eigner nicht mehr ermitteln lässt oder selbst nicht mehr für die Bergung aufkommen kann, dann könnte die Stadt auf den Kosten sitzenbleiben. „Das ist kein einfacher Fall. Ein fünf Meter breiter Streifen rund um die Mauer ist in unserem Zuständigkeitsbereich. Dahinter beginnt der Zuständigkeitsbereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck“, sagt Schmidt.

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