OB-Wahl in Kiel

Grüne hadern mit Kämpfer

Foto: Hofft, im Oberbürgermeisterwahlkampf auch von den Grünen unterstützt zu werden: Sozialdemokrat Ulf Kämpfer, der sich für eine zweite Amtszeit in Kiel bewirbt.

Hofft, im Oberbürgermeisterwahlkampf auch von den Grünen unterstützt zu werden: Sozialdemokrat Ulf Kämpfer, der sich für eine zweite Amtszeit in Kiel bewirbt.

Kiel. "Basis ist Boss!", heißt es in einer Erklärung, die am Dienstag von den beiden Kreisvorsitzenden Swaantje Bennecke und Johannes Albig verbreitet worden ist. Der ursprüngliche Plan, am Donnerstag bereits einen Oberbürgermeisterkandidaten vorzustellen, wie es Anfang des Jahres angekündigt worden war und Dienstag so auch noch auf der Homepage der Grünen stand, ist damit hinfällig. "Unsere Gespräche sind in den vergangenen Wochen noch nicht so weit gekommen wie erhofft."

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Der Kreisvorstand der Grünen in Kiel schlägt zwei Varianten vor: eine mit, eine ohne Kämpfer

Nun liegt der Ball bei der grünen Basis. Ihr liegt seit Montagabend ein Antrag des Kreisvorstands vor, der zwei Varianten zur Abstimmung stellt, bei denen der Kreisvorstand jeweils eine Findungskommission gründen soll. In Variante A werden ausdrücklich „Gespräche mit parteifremden Menschen wie dem amtierenden Oberbürgermeister Ulf Kämpfer“ eingeschlossen. In Variante B wird dagegen ein eigener grüner Kandidat gefordert, der spätestens im Juni zur Jahreshauptversammlung nominiert werden soll.

Grüne in Kiel verstehen sich als Korrektiv „für den Sozialdemokraten Ulf Kämpfer“

Das Dilemma, in dem die Grünen stecken, hat der Kreisvorstand in einem Brief an die Mitglieder umrissen – ohne die Situation selbst so zu bezeichnen. Der Wahlerfolg im vergangenen Mai, als die Grünen 20,4 Prozent der Stimmen errangen und in fünf Ortsbeiratsbezirken das Direktmandat gewannen, habe der Partei "eine besondere Verantwortung für die Zukunft der Stadt" gegeben. Das Bündnis mit SPD und FDP sei eine "Richtungsentscheidung" gewesen. "Wir nehmen die Fragen nach Stabilität der Kooperation und Kontinuität für die Verwaltung deshalb sehr ernst." Gleichzeitig verstehe man sich als Korrektiv "für den Sozialdemokraten Ulf Kämpfer".

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Grüne in Kiel verlangen vom Kandidaten „doppeltes Klimaschutzupgrade“

Als konkrete Forderungen an einen möglichen „parteifremden“ Kandidaten nennen die Grünen ein „doppeltes Klimaschutzupgrade“: Der bestehende „Masterplan“ müsse an das 1,5-Grad-Ziel von Paris angepasst und das Thema zur Chefsache im Rathaus werden. Nach den Vorstellungen der Grünen sollen die Ausgaben für die Mobilitätswende zusätzlich zur Stadtbahn um 20 Millionen Euro aufgestockt werden. Und der Einstieg in das 1-Euro-Ticket müsse „zeitnah“ erfolgen.

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