"Gorch Fock"

Grüne wollen Schulschiff mit Dänemark

Foto: Tschüs „Gorch Fock“: Es wird immer fraglicher, ob das Segelschulschiff der deutschen Marine jemals wieder auf den Meeren fahren wird.

Tschüs „Gorch Fock“: Es wird immer fraglicher, ob das Segelschulschiff der deutschen Marine jemals wieder auf den Meeren fahren wird.

Kiel. "Wir sollten einen Neustart wagen", forderte Petersdotter. Aufgrund der Skandale der vergangenen Jahre könne der 1958 gebaute Dreimaster nicht mehr unbelastet unterwegs sein. "Die hohen Kosten werden immer mitsegeln. Die ,Gorch Fock' ist ein schwimmender Berliner Flughafen." Umso wichtiger sei es, in die Zukunft zu schauen. Den Grünen sei es aus diplomatischen Gründen deutlich lieber, dass Deutschland auch weiterhin ein unbewaffnetes Segelboot in die Welt schickt als einen bewaffneten Kreuzer. "Statt um Drill muss es für die Kadetten darum gehen, Solidarität untereinander und Respekt vor den Kräften der Natur zu lernen."

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Beide Länder sollten sich die Kosten teilen

Der Grünen-Politiker wies darauf hin, dass die dänische Marine die Besatzung ihrer Schiffe schon jetzt nach Neustadt/Ostholstein schickt. Dort trainiert die dänische Flotte am Einsatzausbildungszentrum die Bewältigung von Gefahrensituationen. „Wir teilen uns zwei Meere, wir sind Nachbarn. Es ist besser, miteinander zu segeln als Konflikte auszutragen. Da wäre es gut, auch ein gemeinsames Ausbildungsschiff zu betreiben.“ Beide Länder sollten ein neues Schiff bauen – und sich die Kosten teilen.

CDU: Idee eines gemeinsamen Schiffs hat Charme

Die Jamaika-Partner von der CDU billigten dem Vorschlag Potenzial zu. „Der Gedanke, ein gemeinsames Schiff als Botschafter einer europäischen Marine zu betreiben, hat durchaus Charme“, sagte Fraktionschef Tobias Koch. Allerdings erscheine der Union die Fortsetzung der Sanierung des vorhandenen Schiffs allein aus zeitlichen Gründen als einzig machbarer Weg.

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FDP: Erstmal das Interesse der Dänen abfragen

Auch die FDP bezeichnete den Vorstoß als „interessante Idee“ des Koalitionspartners. „Ich bin aber dafür, dass man erst einmal das Interesse der Dänen abfragen sollte, bevor man öffentlich ernsthaft darüber diskutiert“, sagte der Fraktionsvorsitzende Christopher Vogt. Grundsätzlich stünden die Liberalen Kooperationen mit befreundeten Staaten offen gegenüber.

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