Trennung von Friedrich-Junge-Schule

Jetzt auf eigenen Beinen: Wiker Schule startet ihre Eigenständigkeit mit großem Fest

Jugendliche der siebten Klassen zeigen das neue Motto der Grund- und Gemeinschaftsschule Wik.

Jugendliche der siebten Klassen zeigen das neue Motto der Grund- und Gemeinschaftsschule Wik.

Kiel. „Der alte Name ist passé, Friedrich Junge sagen wir Ade. Der neue Name macht uns froh, denn er ist einfach und geht so: Grund- und Gemeinschaftsschule Wik“ – mit diesem Lied begrüßten die dritten und vierten Klassen am Donnerstagmittag die Gäste. Die Grund- und Gemeinschaftsschule Wik feierte mit einem Festakt in der Turnhalle ihre Eigenständigkeit. Klatschend und stampfend besangen die Kinder ihre neue „coole Schule“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Schon im Februar erfolgte zwar die offizielle Trennung von der Friedrich-Junge-Schule, damals war wegen Corona allerdings keine große Feierlichkeit möglich. Die Geschichte der Schule habe gezeigt, wie aus einer zwangsläufigen Gemeinschaft neue Perspektiven entstehen können, sagte Schulleiter Mathias Rathey. Er dankte seinem Vorgänger Thomas Willers für dessen Einsatz. Willers hatte als Chef der Friedrich-Junge-Schule bis zu seinem Ruhestand in diesem Jahr den Prozess der Trennung begleitet.

Kiels Bürgermeisterin Renate Treutel erinnerte an den steinigen Weg der Schule. 2015 war die ehemalige Timm-Kröger-Regionalschule mit der Friedrich-Junge-Schule in Schreventeich zusammengelegt worden, weil sich der Standort in der Wik wegen geringer Schülerzahlen nicht mehr allein halten ließ.

Zukunft für Grund- und Gemeinschaftsschule Wik: Schülerzahl hat sich seit 2015 fast verdoppelt

Zwar habe es den Beschluss der Ratsversammlung gegeben, dass die Schule erneut eigenständig werden könne, sobald sie wieder genügend Kinder besuchten. Daran habe aber nicht jeder geglaubt. „Damals sind Eltern, Schülerinnen und Schülern auf die Straße gegangen und haben demonstriert. Es war alles sehr emotional“, so Treutel. Es sei nicht absehbar gewesen, wie lange die „Schicksalsgemeinschaft“ mit der Friedrich-Junge-Schulen halten muss.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Umso schöner sei es nun zu sehen, dass es der Schule im Verbund in sechseinhalb Jahren gelungen sei, sich weiterzuentwickeln und zur Eigenständigkeit zurückzukehren. Es entstand eine neue Mensa, Fachräume wurden saniert und IT-Ausstattung angeschafft.

„Wir haben heute 437 Schülerinnen und Schüler. Das sind etwa 250 mehr als noch 2015“, berichtet Rathey. Noch müssen ein neues Logo für die Schule erarbeitet, Trikots für Sportturniere mit neuem Namen bedruckt und auch die neue Webseite online gehen. Aber der neue Name schaffe schon eine andere Identität, glaubt Rathey.

„Für eine seriöse, valide Bilanz ist es vielleicht noch etwas früh, aber die Schule hat schon einiges seit Februar geschafft“, sagte Schulrat Jan Stargardt. So sei es etwa gelungen, die Anmeldezahlen deutlich zu steigern. Die Gemeinschaftsschule Wik konnte mit drei fünften Klassen statt wie sonst mit zwei Einheiten an den Start gehen, so Rathey. Auch in der Grundschule wurden zwei erste Klassen voll.

Mit Sketchen lockerten die Klassen 7a und 9a am Donnerstag die offiziellen Reden beim Festakt auf. Für den Nachmittag hatten alle Jahrgänge Aktionen und Spiele auf dem Schulhof vorbereitet. Um im Stadtteil sichtbar zu werden, zogen gegen 15 Uhr Hunderte Kinder vom Elendsredder über die Holtenauer Straße im Karree um die Schule und ließen biologisch abbaubare Luftballons mit Wunschbotschaften steigen.

Mehr aus Kiel

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen