Kieler Seehafen

Jetzt kommt der Landstrom

Foto: Seehafen Kiel

Hier fahren die großen Pötte bis in die Stadt: der Seehafen Kiel. Unten der Norwegenkai, der ab Donnerstag über eine Landstromanlage verfügt, oben der Ostseekai, der 2020 angeschlossen werden soll.

Kiel. Die städtische Hafengesellschaft hat 1,5 Millionen Euro in die Anlage investiert, die einen Liegeplatz anschließt. Sie werde künftig "die größte Landstrommenge in ganz Deutschland" liefern, versichert Claus. Den Strom selbst kauft nicht der Hafen, sondern die Reederei ein - vergleichbar einem Mieter in der Mietwohnung.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Anlage hat nach Hafenangaben eine Anschlussleistung von 5,625 Megavoltamperer bei einer Spannung von zehn Kilovolt und einer Netzfrequenz von 50 Hertz. Damit decke sie den jährlichen Strombedarf der Color-Line-Fährschiffe von vier Millionen Kilowattstunden während der Liegezeit.

Die Dieselmotoren könnten während der Liegezeit abgeschaltet bleiben. Das vermeide pro Jahr 2400 Tonnen Kohlendioxid. Das entspreche 1360 Pkw.

Lesen Sie auch: Die Seefahrt und ihre Abgase

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Und die nächste Landstromanlage ist schon angeschoben. Die europaweite Ausschreibung endet am 17. Mai. Die Anlage ist noch mal zwei Nummern größer als die am Norwegenkai. Von den etwa 15 Millionen Euro Gesamtinvestition soll, so Claus, das Land sechs bis sieben Millionen tragen.

2020 soll die kombinierte Riesenanlage drei Liegeplätze am Schweden- und am Ostseekai an den Landstrom anschließen, davon zwei gleichzeitig. Sie soll eine Anschlussleistung von 16 Megavoltampere haben und den Fähren der Stena Line sowie Kreuzfahrtschiffen pro Jahr mindestens elf Millionen Kilowattstunden zertifizierten Ökostrom zur Verfügung stellen.

Landstrom für mehrere Reedereien

Die Anlage erhält ein eigenes Umspannwerk für zwei Millionen Euro in bester Lage in Höhe des Landgangs am Ostseekai. Da die Anlage mehreren Reedereien zur Verfügung steht, wird die Hafengesellschaft den Strom selbst einkaufen.

Der Aufsichtsratschef der Hafengesellschaft, der grüne Ratsherr Dirk Scheelje, begrüßte die Landstrom-Offensive als wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Sein Ehrgeiz sei es, den Hafen so ökologisch wie irgend möglich zu machen.

Mehr aus Kiel

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen