Oberbürgermeisterwahl

Kieler Linke nominiert Kandidaten

Foto: Björn Thoroe (Die Linke)

Der Mann mit der Mütze: Björn Thoroe ist ein bekanntes Gesicht in der linken Szene Kiels. Das Foto zeigt ihn bei einer Aktion gegen die Olympia-Bewerbung Hamburgs und Kiels.

Kiel. Thoroe soll im August offiziell für die Oberbürgermeisterwahl am 27. Oktober nominiert werden. Er machte im Gepräch mit KN-online keinen Hehl daraus, dass er den Verzicht der Grünen nutzen will, um sich als soziale und ökologische Alternative zu Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) zu präsentieren.

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Linke Schwerpunkte sind sozialer Wohnungsbau und Kita-Ausbau

Die Grünen hatten am selben Tag beschlossen, Kämpfers erneute Kandidatur zu unterstützen. Die Linke hingegen sei "selbstbewusst genug zu sagen, dass wir Gestaltungswillen haben", sagte Thoroe.

Nach dem Verzicht der Grünen "muss ja jemand Ulf Kämpfer klimapolitisch und sozialpolitisch in die richtige Richtung drängen", sagte Thoroe. Die Linke sei "das soziale Gewissen der Ratskooperation" von SPD, Grünen und FDP.

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Als Schwerpunkte nannte Thoroe eine soziale Wohnungspolitik, eine konsequente Klimapolitik, Sanktionsfreiheit für Hartz-IV-Empfänger und den Kita-Bau in sozial benachteiligten Stadtteilen. Zudem forderte er "ein Sofortprogramm zur schnellen Terminfindung im Rathaus", etwa in der Meldebehörde, der Führerscheinstelle und der Ausländerbehörde.

Björn Thoroe stammt aus der Friedensbewegung

Thoroe ist hauptberuflich einer von zwei Geschäftsführern des Landesverbandes seiner Partei. In der Kieler Kommunalpolitik ist er als "der Mann mit der Mütze" bekannt. Er hat sich in Kiel in der antifaschistischen Bewegung und in der Friedensbewegung als vielfacher Demonstrationsredner einen Namen gemacht. Von 2010 bis 2012 saß er für die Linke im schleswig-holsteinischen Landtag. Für die Ratsfraktion der Linken sitzt er im Innen- und Umweltausschuss.

Dass er in Kiel mit geringen Siegchancen antritt, ist Thoroe klar. Aber er wolle "den Diskurs im Wahlkampf nach links verschieben", sagte er. Dabei setzt er nach eigenen Worten auf die letzten Wochen vor der OB-Wahl und auf einen Wahlkampf in den sozialen Netzwerken.

OB-Kandidat der "Partei" stellte sich vor

Auf der Mitgliederversammlung der Linken stellte sich auch der Oberbürgermeister-Kandidat der satirischen "Partei", Florian Wrobel, vor und warb um Unterstützung. Aber die Linke zog eine eigene OB-Kandidatur vor.

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Kieler Linke startet verkehrspolitische Offensive

Zudem verabschiedete die Linke einen verkehrspolitischen Leitantrag. Kernpunkte sind ein Ein-Euro-Tagesticket für Busse und Fähren als Vorstufe zum kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr, die Stadtbahn, die Einrichtung von Busspuren auf allen derzeit vierspurigen Straßen ohne Busspur, der Vorrang für Fahrradverkehr, die Umwandlung von Innenstadt-Parkplätzen zu Radwegen, die Förderung von E-Bikes und Lastenfahrrädern, die Sperrung einer Fahrspur auf dem Theodor-Heuss-Ring als Alternative zum Diesel-Fahrverbot und die Vision einer autofreien Innenstadt.

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