Schleuse Kiel-Holtenau

Kiels größte Sandkiste ist fertig

Foto: Die kleinen Holtenauer Schleusen wurden mit 130.000 Kubikmetern Sand randvoll gefüllt.

Die kleinen Holtenauer Schleusen wurden mit 130.000 Kubikmetern Sand randvoll gefüllt.

Kiel. Kiels größte "Sandkiste" ist fertig. Die beiden kleinen Schleusenkammern in Kiel-Holtenau sind mit 130.000 Kubikmetern feinem Seesand verfüllt. Der aus Dänemark und vom Schönberger Strand geholte Sand muss das marode Bauwerk stabilisieren. Auf der Oberfläche laufen dafür letzte Vorbereitungen.

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Wer hofft, hier jetzt jeden Sommer Beach-Volleyball spielen oder Strandfeste feiern zu können, wird schnell enttäuscht. "Nächste Woche beginnt die Anpflanzung einer speziellen Grassorte. Sie soll verhindern, dass der feine Sand bei Wind wegweht", sagt Frank Bullerkist, Projektleiter für den Ersatzneubau der kleinen Schleusen. Bis zum Abriss der Schleusenbauwerke in vier oder fünf Jahren soll der Sand die einsturzgefährdeten Mauern stützen.

Antrag für Planfeststellungsverfahren wird im Sommer gestellt

Danach startet der Abriss der 1895 eingeweihten Schleuse. Sie macht Platz für eine größere und modernere  Schleuse an der gleichen Stelle. Seit fast drei Jahren laufen die Vorbereitungen. Nachdem das Bundesverkehrsministerium im März 2016 grünes Licht für die Planung gegeben hatte, soll jetzt das Planfeststellungsverfahren starten. "Wir werden noch im Sommer den Antrag bei der zuständigen Planfeststellungsbehörde einreichen", sagte Sönke Meesenburg, Leiter der Planungsgruppe für den Nord-Ostsee-Kanal.

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Danach wird es etwa ein Jahr dauern, bis mit dem Planfeststellungsbeschluss auch das Baurecht vorliegt. "Dann können wir mit der Ausschreibung beginnen", sagt Meesenburg. Ende 2021 oder Anfang 2022 soll dann der Zuschlag erteilt werden. "Wenn es keine Klagen gegen das Projekt gibt", schränkt Meesenburg ein.

Schwertransporte über die Wiker Seite

Richtige Bautätigkeit wird es aber erst 2023 geben. "Zuerst wird auf der Wiker Seite des Kanals eine Umschlagstelle gebaut", sagt Projektleiter Frank Bullerkist. Diese Fährstelle wird dann den gesamten Baustellenverkehr zur Schleuseninsel bringen.

Zunächst müssen dann Zehntausende Tonnen Bauschutt und Mauerwerk vom Abriss weggefahren werden. Ab 2025 etwa beginnt die Anlieferung von Stahl und  Baustoffen für die Betonherstellung des Neubaus. Alles in allem könnte rund eine halbe Million Tonnen Material transportiert werden.

Für den Verkehr wurde die Wiker Seite gewählt, da dort der Anschluss an die Schnellstraßen B 503 und A 215 besteht. Dort wird zwischen Schleuse und dem Tanklager eine neue Fährstelle gebaut.

Der Neubau der Schleuse soll 2030 oder 2031 abgeschlossen sein. Beim Investitionsvolumen bewegen sich die Planungen jetzt bei rund 310 Millionen Euro. Die genaue Summe wird erst nach der Ausschreibung feststehen.

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