Kreuzfahrt-Tourismus

KN-Leser wünschen sich klares Konzept

Foto: Die großen Kreuzfahrtschiffe bringen Tausende Besucher nach Kiel.

Die großen Kreuzfahrtschiffe bringen Tausende Besucher nach Kiel.

Kiel. Nach der Ankündigung der Reederei MSC, verstärkt große Schiffe nach Kiel zu schicken, gibt es Streit um die Frage, wie viele Kreuzfahrer die Landeshauptstadt verträgt. Einige begrüßen den Hafenboom, andere warnen vor den Folgen des Massentourismus.

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Touristen bringen Geld nach Kiel

"Wir verdanken den Touristen und Pendlern unseren Wohlstand in Kiel. Ohne Touristen werden sich die Innenstadt-Geschäfte noch weniger halten können", meint Albrecht Mengel. Denn die Einheimischen würden das Zentrum aufgrund der hohen Bus- und Parkgebühren eher meiden. "Wie wäre es mit einem feinstaub-, ruß- und stickoxidfreiem Urwald in Kiel? Arbeitsplätze wird man dann nicht mehr brauchen, weil die Besucher des Kiel-Zoos uns Affen ab und zu mal Futter durch das Gitter geben werden", schreibt Mengel spöttisch.

Das Thema Luftverschmutzung bewegt auch andere Leser. "Was passiert eigentlich mit den Kreuzfahrern, wenn Kiel den Klimanotstand ausruft? Und wo sind die Fridays for Future Demonstranten, am Hafen wäre der sinnvollste Platz für Demos", sagt Knud Schübeler. Frieda Rike meint: "Wie viele Kreuzfahrtschiffe verträgt die Natur? Das ist die relevante Frage", in Anspielung auf die Stickoxid-Belastung am Theodor-Heuss-Ring in Kiel.

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MSC Reederei bekommt Landstrom

MSC hat mit dem Seehafen Kiel einen Fünfjahresvertrag abgeschlossen und fordert neben Landstrom, mehr touristische Attraktivität Kiels. Punkt eins hat die Stadt bereits in Angriff genommen. Die erste Landstromanlage im Kieler Hafen geht am Donnerstag in Betrieb.

"Die Menge an Touristen ist schon okay. Was fehlt, sind Plätze in der Innenstadt, wo man gemütlich sitzen und essen kann. Das Areal rund um den Bootshafen ist ein Anfang, hoffentlich bringt der Kiel-Kanal neuen Schwung", sagt Uli Dzieran, "aber auf Krampf neue Attraktionen in Kiel zu planen, finde ich albern. Kiel bietet eine ganze Menge, die Stadt sollte die Highlights nur besser in den Fokus stellen." Dzieran verweist auf das dänische Aarhus: "Dort lebt die Innenstadt auch nach Ladenschluss."

Andere Städte machen es Kiel vor

Antje Nett würde sich dagegen freuen, wenn Kiel mehr zu bieten hätte: "Die meisten nutzen Kiel doch nur zum Übernachten vor und nach dem Ablegen", meint sie. Petra Dubberstein ergänzt: "Naja, zu Citti schaffen sie es noch, um Alkohol einzukaufen." Melanie Blendien war im vergangenen Sommer in Bergen (Norwegen). "Das war schon extrem voll", sagt sie. Aber Bergen biete auch viele Sehenswürdigkeiten, da könne Kiel bei weitem nicht mithalten. "Also werden Busse kommen und die Touristen und das Geld nach Hamburg und Lübeck fahren. Kiel fehlt ein Konzept." Sabine Hennecke empfiehlt der Stadt, die Holtenauer Straße zu bewerben, denn Touristen würden hauptsächlich in kleinen, netten, inhabergeführten Fachgeschäften konsumieren.

Lesen Sie auch: Diese Schiffe kommen 2019 nach Kiel

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