Color Line in Kiel

Landstromanlage läuft noch ins Leere

Foto: Feierliche Eröffnung der Landstromanlage

Das war wohl nichts (v. li.): Bundeskoordinator Norbert Brackmann, Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Reeder Trond Kleivdal, Hafenchef Dirk Claus und Ministerpräsident Daniel Günther nehmen die Anlage in Betrieb, die die beiden Oslo-Fähren der "Color Line" mit Landstrom versorgen soll.

Kiel. „Der Landstromanschluss befindet sich noch in der Testphase, deshalb kann die Energieversorgung der Fähren noch nicht vollkommen umgeschaltet werden", sagt Hundertmark. "In der Testphase werden die technischen Abläufe mit dem Schiff abgestimmt.“ Die Abstimmung und auch die Abnahme der Abläufe werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „Wir möchten aber, so schnell es geht, den Landstrom nutzen“, so Hundertmark.

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Festredner hatten die Anlage gefeiert

Der Reedereigeschäftsführer rückt damit die Festreden zurecht, mit denen am Donnerstag auf dem Norwegenkai die neue Landstromanlage für 1,2 Millionen Euro eröffnet worden war. Hafenchef Dirk Claus hatte versichert, dass der Testbetrieb am Vortag tadellos funktioniert habe und die Landstromversorgung ab dem Eröffnungstag wie geplant laufe.

Landstrom kann nur unterstützen

Tatsächlich kann die Nutzung von Landstrom den Bordbetrieb nur unterstützen. An Bord von größeren Schiffen gibt es ein Netzwerk an Energieerzeugern. In der Regel versorgen große Dieselmotoren mit Stromgeneratoren diese Netzwerke mit Strom. Diese Generator-Sets arbeiten wie ein Fahrradynamo.
Die Dieselmotoren übernehmen dabei Aufgabe des Radfahrers und bringen über Wellen die Bewegung in die Stromgeneratoren. Diese Generatoren liefern dann den Strom in die einzelnen Netze an Bord.

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Zusätzlich erzeugen Schiffe auch Strom über Wellengeneratoren während der Fahrt. Dabei sitzen auf den Antriebswellen Generatoren und liefern den Strom.

Unabhängig davon betreiben Schiffe große Heizkessel in den Maschinenräumen. In diesen Kesseln wird wie bei der heimischen Heizung Wasserdampf oder Warmwasser mit der Verbrennung von Öl erzeugt. Dieser Wasserdampf wird zum Beheizen der Schweröltanks gebraucht. Ein Betrieb dieser Kessel mit elektrischen Heizungen wäre aufwändig - ähnlich wie E-Heizungen in Häusern.

Notstromaggregate in Bereitschaft

Hinzu kommt, dass Passagierschiffe wie die Colorline aufgrund der hohen Sicherheitsauflagen ständig Notstromaggregate in Bereitschaft haben. Sie springen automatisch an, falls es im Netz an Bord zu Schwankungen oder Ausfällen kommt.

Diese Notstromaggregate müssen unabhängig vom Landstrom anspringen können. Deshalb gibt es auch bei Nutzung von Landstrom immer mal Rauchwolken über den Schornsteinen von Schiffen.

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"Color Magic" tankt in Kiel Schweröl

Die „Color Magic“ hat außerdem am Freitag in Kiel neues Schweröl getankt. Der Tanker „Annika“ hat neben dem Schiff festgemacht und bis 13 Uhr Öl in die Tanks der Fähre gepumpt. Während der Betankung sind aus Sicherheitsgründen auch Generatoren und Pumpen an Bord der Fähre in Betrieb.

Von Frank Behling und Michael Kluth

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Von KN-online

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