Demonstration

Lauter Protest gegen "Freiwild"-Konzert

Foto: Protest gegen "Freiwild"-Konzert in der Sparkassen-Arena.

Protest gegen "Freiwild"-Konzert in der Sparkassen-Arena.

Kiel. Zehn Jugendorganisationen hatten zu der Demonstration gegen das Freiwild-Konzert in Kiel eingeladen: Hinter einem rosaroten Banner und einem Lautsprecherwagen zogen die Teilnehmer ab 17.30 Uhr um den Exerzierplatz. Eskortiert wurde der Marsch von Einsatzkräften der Polizei.

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"Unser Ziel ist es, den Besuchern des Konzerts etwas Zeit zu verschaffen, über den Inhalt der Songtexte der Band nachzudenken", sagte Teresa Jütten vom Organisationsteam der Demonstration. Die Texte von "Freiwild" seien "nationalistisch, islamophob und völkisch". Durch den Protestzug kam der Verkehr immer wieder zum Erliegen.

Nach Informationen der Sparkassen-Arena war das "Freiwild"-Konzert nicht ausverkauft. Es wurden rund 2500 Karten verkauft.

Gereizte Stimmung bei den Fans

Die Folge waren lange Staus rund um den Exerzierplatz. Zahlreiche Besucher des Konzerts, die per Auto anreisten, waren entsprechend genervt von den Demonstranten.

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Sichtlich aggressiv zeigten die Konzert-Besuchern den Demo-Teilnehmern den Mittelfinger oder beschimpften sie. Mit den Aktivisten über die Band sprechen wollte niemand. Auseinandersetzungen zwischen Fans und Demonstranten gab es laut Polizei aber nicht.

Aktivisten wollten ein Zeichen setzen

Jütten und ihre Mitstreiter ließen sich davon nicht beirren: "Insbesondere in Zeiten, in denen rechte Gruppen und Parteien zunehmend Aufwind erfahren, bieten die Texte von Freiwild den Nährboden für rechtes, nationalistisches und völkisches Gedankengut", sagte die 28-Jährige. Dem wolle man geschlossen entgegentreten.

"Das Schlimme an der Band Freiwild ist, dass sie sich bewusst nicht von rechten Gruppierungen distanziert", sagte die Studentin. Im Gegenteil: Auf ihrem aktuellen Album setze die Gruppe verstärkt auf "sexualisierte Gewalt".

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Neben dem Asta der Uni Kiel hatten unter anderem auch die Jusos, die Grüne Jugend sowie die Jugendorganisationen von Verdi und dem DGB zu der Aktion mit aufgerufen. 2016 hatte es schon einmal eine vergleichbare Demonstration in Kiel gegeben.

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