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Kieler Gewerkschaftshaus

"Legienhof wichtig für Stadtgeschichte"

Das Restaurant Legienhof im Gewerkschaftshaus am Freitag seinen Betrieb eingestellt.

Das Restaurant Legienhof im Gewerkschaftshaus am Freitag seinen Betrieb eingestellt.

Kiel.Jede Veränderung des Gebäudes verlange historische Sensibilität", sagte Rolf Fischer, Vorsitzender der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte. Die Grundsteinlegung 1904 und die Einweihung 1907 – noch vor dem Rathausneubau – bezeichnete er als "bedeutende gesellschaftliche Ereignisse". Kein anderes Gebäude repräsentiere die politische und gewerkschaftliche Geschichte der Stadt über so lange Zeit wie der Legienhof. Das gelte laut Fischer für die historische Fassade ebenso wie für die Gestaltung der Innenräume. "Es darf also nicht darum gehen, die Räume des Restaurants in Zukunft irgendwie zu nutzen, sondern es bedarf einer dem historischen Anspruch des Gesamtensembles entsprechenden Planung und Verwendung", sagte Fischer.

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Pächter hatte die Notbremse gezogen

Wie berichtet hatte der langjährige Pächter Frank Feddersen aufgrund einer fehlenden Brandschutzgenehmigung und der damit ungeklärten Zukunft der Räumlichkeiten vorzeitig die Notbremse gezogen. Regulär wäre der Mietvertrag am 31. August ausgelaufen. Auf der Homepage des Restaurants bedankte er sich bei "allen unseren Freunden und Gästen für die jahrelange Treue."

Gewerkschaftshaus ist sehr geschichtsträchtig

Das Gewerkschaftshaus in der Legienstraße gilt als eines der geschichtsträchtigsten Gebäude in Kiel. Während des Matrosenaufstands und der Revolution im November 1918 haben sich die Kieler Arbeiter- und Soldatenräte im Gewerkschaftshaus, das gemeinhin als Legienhof bezeichnet wird, versammelt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Räume von der nationalsozialistischen Arbeiterorganisation „Deutsche Arbeitsfront“ genutzt, unmittelbar nach Kriegsende ging das Haus zurück an die Gewerkschaften.

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