Nach Zwangsräumung

Mehrere Tiere sind bereits gestorben

Foto: Mehr als 160 Tiere wurden nach der Zwangsräumung in einer Gaardener Wohnung ins Tierheim gebracht, darunter auch diese Katzen.

Mehr als 160 Tiere wurden nach der Zwangsräumung in einer Gaardener Wohnung ins Tierheim gebracht, darunter auch diese Katzen.

Kiel. Traurige Bilanz: Sieben junge Meerschweinchen und Kaninchen sind aufgrund ihres schlechten Zustandes mittlerweile verstorben, zwei mussten wegen Tumoren eingeschläfert werden und eine Katze wird noch operiert. Die restlichen Tiere erholen sich gut und können demnächst vermittelt werden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

52 verschiedene Vögel waren hier untergebracht

Eine Frau und ihre erwachsene Tochter hatten vermutlich über einen längeren Zeitraum die Tiere angehortet. Jetzt gibt es genaue Zahlen: 18 Katzen, 34 Kaninchen, ein Hamster, 52 verschiedene Vögel und 50 Meerschweinchen, von denen rund 20 trächtig sind und demnächst für weiteren Nachwuchs sorgen. Um die Tiere unterbringen zu können, wurden die Katzen in drei Hundezimmer im Quarantäne-Bereich als Gruppen untergebracht, ein weiterer Bereich für die Nager und Vögel geräumt. Mittlerweile wurden die Tiere auch so aufgeteilt, dass sie sich untereinander vertragen.

Bei Tierquäler-Verdacht sofort nachfragen

„Solch' eine Menge an Tieren im dreistelligen Bereich kommt sehr selten vor. Das letzte Mal hatten wir das 2012 nach dem Brand in der Zoohandlung Knutzen. Aber das war eine Zoohandlung und nicht wie jetzt ein privater Haushalt“, erinnert Haase. Warum niemand auf den Geruch in der Wohnung aufmerksam geworden ist, kann sie nicht verstehen. In die Wohnung der beiden Frauen kam wohl niemand rein. Die Tierheimleiterin rät: Besteht ein solcher Tierquälerei-Verdacht, „müsste man mal direkt und freundlich nachfragen, ob Hilfe gebraucht wird, ansonsten das Veterinäramt oder Tierheim informieren“. Hintergrund ist vermutlich eine psychische Störung, die unter dem englischen Begriff „Animal Hoarding“, bekannt ist und das krankhafte Sammeln von Tieren meint.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mehr aus Kiel lesen Sie hier.

Mehr aus Kiel

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen