Brand in Kiel-Projensdorf

Millionenschaden ist wahrscheinlich

Foto: Bei einem Brand am Montagmorgen wurde die einer Lagerhalle einer Spedition in Kiel-Projensdorf zerstört.

Bei einem Brand am Montagmorgen wurde die einer Lagerhalle einer Spedition in Kiel-Projensdorf zerstört.

Kiel. Ein Feuer hat am Montagmorgen die Lagerhalle einer Spedition in Kiel-Projensdorf zerstört. Dabei entstand nach einigen Schätzungen der Polizei vermutlich ein Schaden in Millionenhöhe.

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Um kurz nach 5.30 Uhr hatte die Feuerwehr Kiel die ersten Anrufe registriert: Dichter Rauch stieg über dem Projensdorfer Gehölz auf. In Sozialen Medien veröffentlichte Bilder zeigen eine massive Säule. Ihr Ursprung war eine Lagerhalle am Stadtparkweg, unweit des Nord-Ostsee-Kanals. Gemietet wurde sie von der Spedition Walter Merkert. Inhaber Klaus-Michael Merkert ist fassungslos: "Um 4.30 Uhr und 5.15 Uhr sind noch Lkw von der Halle losgefahren."

Lagerhalle brannte lichterloh

Danach brachen die Flammen los: Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, brannte die Halle bereits lichterloh, ein Nachbar informierte Merkert. Direkt neben dessen Halle stellte das Tanklager der Firma Total ein enormes Risiko dargestellt – ohnehin wurde die Bevölkerung in Kiels Norden über amtliche Gefahrenmelder informiert, darunter auch die Katastrophen-Warnapp "NINA": "Fenster und Türen sind geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten!"

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60 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie Freiwillige aus Suchsdorf und Russee gingen sofort gegen die Flammen vor, ließen weitere Wehren dazurufen – unter Atemschutz löschten die Spezialisten den Brand von außer- und innerhalb des Gebäudes. "Die Brandbekämpfung gestaltet sich schwierig und sehr aufwendig", sagte Jörn Heckt vom Lagedienst der Feuerwehr. Erst gegen 7.15 Uhr hatten die Retter die Flammen unter Kontrolle. Niemand wurde verletzt, ein nahes Wohnhaus gerettet, die Halle nicht.

Warum brach das Feuer in Kiel-Projensdorf aus?

700 Quadratmeter war diese groß, "ein Totalverlust", sagt Merkert, dessen Büro komplett zerstört ist. Darüber hinaus lagerte er in der Halle Material für Kunden: Kopierpapier, Maschinen, Drucker; außerdem private Fahrzeuge: Oldtimer, ein Lkw, ein Ford, ein Volvo, ein Trabant, Motorräder, ein Wohnmobil – "alles ein Raub der Flammen", so Merkert konsterniert. Warum das Feuer in der 2011 bezogenen Halle ausbrach? "Genaues wissen wir noch nicht."

Auch die Polizei nicht: "Im Laufe des Tages wird die Brandstelle gesichtet", sagt Polizeisprecher Matthias Felsch. Erst ab Dienstag können genauere Untersuchungen gemacht werden, auch Sachverständige vom Landeskriminalamt sollen zum Einsatz kommen.

Schadenssumme möglicherweise im sechsstelligen Bereich

Die Angaben zur Schadenshöhe schwanken: Die Summe ist mindestens fünfstellig. Merkert glaubt, es könne aufgrund der Werte der alten Autos auch in den sechsstelligen Bereich gehen, auch ein Millionenschaden ist möglich. Derzeit liste er die Verluste für die Versicherung auf. Er gibt sich kämpferisch: "Die Arbeit geht weiter." Seine modernen Lastwagen waren zum Brandzeitpunkt fast alle unterwegs. Er versuche jetzt in eine weitere Halle in der Wik umzudisponieren.

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Auch für die Feuerwehr Kiel ging die Arbeit weiter: Von der Freiwilligen Feuerwehr aus Rönne kam ein Bagger zum Einsatz, die zwischenzeitliche Notbesetzung der Berufswachen durch Freiwillige konnte gegen 14 Uhr endgültig beendet werden, so die Leitstelle. Auch am Nachmittag flammten aber immer wieder kleine Glutnester auf, es wachten weiterhin einige Kräfte am Brandort.

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