Ostsee-Segeltörn

Mission der Schüler ist der Klimaschutz

Foto: Elf Schüler des RBZ Technik Kiel nahmen mit Betreuern an einem Segelprojekt auf dem Traditionssegler "Amazone" teil.

Elf Schüler des RBZ Technik Kiel nahmen mit Betreuern an einem Segelprojekt auf dem Traditionssegler "Amazone" teil.

Kiel. „Alle mit unterschiedlichen sozialen und schulischen Hintergründen, vereint beim Segeln“, erklärte Andrea Wagner, die die Fahrt als Begleiterin von Teach First Deutschland begleitete. „Der Schutz der Umwelt geht uns alle an, egal woher man kommt. Denn die Natur ist für alle da und so sollte es auch für die Bildung sein. Gleichberechtigte Chancen im Bildungssystem, mit dem Ziel, an den eigenen Erfolg zu glauben“, sagte Andrea Wagner. Begleiter wie sie, auch Fellows genannt, von Teach First Deutschland sind Uni-Absolventen und wurden ausgebildet, Kinder und Jugendliche an Übergängen im Bildungssystem zu unterstützen. „Denn das können Lehrer nicht leisten, weil es viel organisatorischer Aufwand ist.“ Die Schüler des Segeltörns stammten aus den Bereichen Berufliches Gymnasium, Ausbildungsvorbereitung Schleswig-Holstein und Integrationsklassen des RBZ. „Ihr gemeinsamer Nenner war das Segeln und die Umwelt, es gab nur ein paar sprachliche Probleme“, zog sie Bilanz.

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Kapitän ist von den Jugendlichen begeistert

In Kooperation mit dem Arbeitsbereich Schulkooperative Arbeit/TEO (Tage Ethischer Orientierung) der Nordkirche und Klimasail ging es in den Lebensraum Ostsee. „Es ging um Nachhaltigkeit, den Klimawandel und darum, zu motivieren, um selbst aktiv zu werden“, sagte Lars Rudolph von Klimasail. „Die Schüler haben Proben genommen, sich mit dem Ökosystem Meer und ihrem eigenen ökologischen Fußabdruck auseinandergesetzt“, erklärte Stefan Wiese von TEO. Kapitän Heiner zeigte sich von seiner Mannschaft begeistert: „Mit den Jugendlichen macht das immer besonders viel Spaß und die Betreuer waren gut.“

Schüler haben selber gekocht

Sarah Barth besucht das berufliche Gymnasium und fand die Idee „einfach toll, dass nicht nur eine Klasse an Bord war, sondern Schüler aus unterschiedlichen Bereichen. Wir waren eine richtig tolle Gemeinschaft“, blickte sie zurück. Gefragt, was für sie ein Highlight war, sagte die 17-Jährige: „Einfach alles.“ Klasse fand sie auch, dass die Schüler selber gekocht haben „und auch wenn wir viele waren, haben wir drauf geachtet, dass es frisch und gut ist – und nicht einfach aus der Dose“.

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Umweltschutz im Fokus

Omran Shamo war schon im vergangenen Jahr mit auf einer Tour in die Ostsee. „Mich interessieren der Klimaschutz und die Tiere“, erklärte der 20-jährige Iraker. In diesem Jahr war sein Deutsch schon etwas besser, so dass er sich mehr an den Diskussionen beteiligen konnte, „wie schädlich wir Menschen für die Welt sind und was für sinnlose Sachen wir meistens machen“. Der Einsatz für den Klimaschutz hat ihn so inspiriert, dass „ich auch Freunde und Familie überzeugen konnte, vegetarisch zu essen und auf Plastik zu verzichten“. In seiner Heimat Irak „kümmert sich die Gesellschaft nicht sehr viel um das Thema Umweltschutz“, sagt er mit Bedauern.

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