Ortsbeirat Schreventeich-Hasseldieksdamm

Mobilitätskonzept Französisches Viertel sieht Parkverbot und Poller vor

Beidseitig auf dem Gehweg parkende Autos machen dem Fußverkehr in der Gravelottestraße das Leben schwer. Das Mobilitätskonzept Französisches Viertel sieht daher vor, dass Autos hier künftig nur noch einseitig und auf der Fahrbahn stehen dürfen.

Beidseitig auf dem Gehweg parkende Autos machen dem Fußverkehr in der Gravelottestraße das Leben schwer. Das Mobilitätskonzept Französisches Viertel sieht daher vor, dass Autos hier künftig nur noch einseitig und auf der Fahrbahn stehen dürfen.

Schreventeich. Der Fußverkehr hat es schwer in der Gravelottestraße im Französischen Viertel: Der Gehweg ist durch parkende Autos so begrenzt, dass nur ein schmaler Pfad verbleibt. An ein Durchkommen mit Rollator oder Rollstuhl ist gar nicht zu denken.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch um solche Missstände zu beheben, hatte die Stadt bei einem Workshop im September erste Pläne für ein Mobilitätskonzept vorgestellt und Ideen der Anwohnenden aufgegriffen. Den daraus resultierenden Dreistufenplan stellten Tiefbauamtsmitarbeiter Per Willig und Tobias von Ankum-Hoch am Donnerstag bei der Sitzung des Ortsbeirats Schreventeich/Hasseldieksdamm vor.

Zu den Schritten, die bereits 2023 umgesetzt werden könnten, zählt die Begrenzung des Durchgangsverkehrs. Teile der Metzstraße sollen künftig als Einbahnstraße ausgewiesen werden. Poller in Kreuzungsbereichen sollen Falschparken verhindern. Mit der Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen und Lieferzonen plant die Stadt, gegen das Zweite-Reihe-Parken vorzugehen. Das habe vor allem in der Eckernförder Straße im Bereich Metzstraße zu Verkehrsbehinderungen und gefährlichen Sichteinschränkungen geführt, erklärte von Ankum-Hoch.

Mobilitätskonzept Französisches Viertel: Rund 50 Parkplätze fallen weg

Größere Veränderungen stehen für die Gravelottestraße und die Spichernstraße an. „Dort soll künftig nur noch auf einer Seite geparkt werden dürfen, und dann nicht mehr halb auf dem Gehweg, sondern am Fahrbahnrand“, so Willig. Zunächst provisorisch soll in der Metzstraße der Aufenthaltsraum zwischen Wörth- und Spichernstraße eingerichtet werden. Insgesamt sei mit dem Wegfall von rund 50 Parkplätzen zu rechnen, erklärten die Mitarbeiter des Tiefbauamts auf Nachfrage.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Angesichts der Zahl regte Ortsbeiratsmitglied Ralf Kretschmer (CDU) an, die Einrichtung der Kommunikationsfläche auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, um den Parkdruck nicht unnötig zu erhöhen. Freie Gehwege und sichere Kreuzungsbereiche hätten Priorität. Für weitere Pläne müssten erst Parkalternativen geschaffen werden, so Kretschmer, und „dafür brauchen wir einfach noch Zeit.“

Insgesamt signalisierte das Gremium jedoch Zustimmung zu den ersten Schritten. Über deren Realisierung wird jetzt im Rathaus entschieden. Für einige Konzeptideen sind weitere Gutachten oder stadtteilübergreifende Planungen zu berücksichtigen. Die Einrichtung einer Bewohnerparkzone, die Erweiterung des Carsharing-Angebots oder Smart Parken sind daher in Stufe 2 des Konzepts vorgesehen, die eventuelle Umsetzung bis 2025. Langfristige Ideen wie die Prüfung des Quartiers als Fahrradzone in Stufe 3 – ab etwa 2026.

Werden die Selbstverwaltungen zu oft kurzfristig oder gar nicht über Entscheidungen aus dem Rathaus informiert? Stadtpräsident Hans-Werner Tovar (Mitte) stellte sich im Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm der Kritik des Gremiumvorstands Tabea Philipp (SPD) und Ralf Kretschmer (CDU, links im Bild).

Werden die Selbstverwaltungen zu oft kurzfristig oder gar nicht über Entscheidungen aus dem Rathaus informiert? Stadtpräsident Hans-Werner Tovar (Mitte) stellte sich im Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm der Kritik des Gremiumvorstands Tabea Philipp (SPD) und Ralf Kretschmer (CDU, links im Bild).

Weniger wohlwollend diskutierte der Ortsbeirat anschließend mit Stadtpräsident Hans-Werner Tovar über die nach Meinung des Gremiums mangelnde Kommunikation zwischen Stadt- und Selbstverwaltung. Informationen würden oft zu kurzfristig oder gar nicht an Beiratsmitglieder weitergegeben, Anfragen aus den Sitzungen blieben oft lange unbeantwortet.

Tovar verwies darauf, dass sich die Situation seit seinem Amtsantritt vor zehn Jahren etwa durch Schulungen bereits deutlich verbessert habe. Derzeit werde die „in die Jahre gekommene“ Geschäftsordnung reformiert, die die Zusammenarbeit regelt. Der Stadtpräsident versprach, sie den Gremien vor der Festsetzung vorzulegen. Er wisse die Arbeit der ehrenamtlich aktiven Mitglieder zu schätzen, sie sei für ihn „das Paradebeispiel für Bürgerbeteiligung“, so Tovar.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Friedrich-Junge-Schule: Renovierung ist vor dem Zeitplan

Renovierung der Friedrich-Junge-Schule läuft nach Plan. Zum Stand der Renovierung der Friedrich-Junge-Schule (FJS) äußerte sich Gesamtschulleiter Ulf Schweckendiek: „Das Gerücht hält sich stabil, dass die Arbeiten sogar vor dem Zeitplan sind.“ Im Sommer 2023 werde die Grundschule in die Räume in der Langenbeckstraße zurückkehren. Für die Zeit des Gebäudeabrisses und -neubaus zieht die Gesamtschule dann in die Ludwig-Richter-Schule. Die derzeit auf dem Gelände der FJS platzierten Klassencontainer sollen bereits um Ostern herum neben das leerstehende ehemalige RBZ-Hochhaus am Westring versetzt werden. Dessen Abriss sei zunächst verschoben.

Mehr aus Kiel

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen