Moderne Mensa für Kiels "Hogwarts"
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Seit Mitte Februar ist die neue Mensa der Humboldt-Schule schon in Betrieb, gestern wurde sie mit Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, städtischen und schulischen Vertretern sowie Architekten offiziell eröffnet.
© Quelle: Karina Dreyer
Kiel. 1861 entstand die Humboldt-Schule, sie liegt im Zentrum Kiels und gleich neben dem Schrevenpark. Und so blieb der Spielraum für die Planer begrenzt, das denkmalgeschützte Schulgebäude zu erweitern. Für den Neubau ging es in die Höhe, damit genügend Schulhof bleibt. Seit Juli 2016 entstand die Mensa mit der Essensausgabe und dem Speisesaal im Erdgeschoss, darüber „haben die Oberstufenschüler einen Raum für sich: einen Wohlfühlbereich zum Chillen“, erklärte Schulleiterin Dagmar Vollbehr. Von dort aus geht es entspannt zum Unterricht in die drei Oberstufen-Klassenräume darüber.
Dickes Lob für die Architekten
Die Humboldt-Schule „ist die Kieler Schule, die der Hogwarts-Schule am nächsten kommt“, zog Kämpfer Parallelen zum Zauber-Lernort Harry Potters. Die Architekten Christiane Siebelts-Ruf und André Brüdgam hätten es geschafft, die Traditionen aufzubrechen und Harmonie mit dem roten Backstein zu schaffen.
630 Schüler besuchen derzeit das Gymnasium, das ursprünglich dreizügig gedacht war, aber heute vierzügig ist. „Durch die Räumlichkeiten haben wir mehr Luft, und die Oberstufenschüler müssen nicht mehr wandern“, freute sich die Schulleiterin. Auch darüber, dass die Wünsche und Ideen der Schüler in die Pläne einflossen und ein Konsens gefunden wurde, mit dem alle leben können. Die Schule wollte neben drei täglich warmen Mahlzeiten und frisch zubereiteten Pausensnacks ebenso die Möglichkeit für Begegnung, Entspannung, Kommunikation und Entwicklung anbieten. Das ist mit hellem Ambiente und handgefertigten Multifunktionsmöbeln für eine flexible Nutzung gelungen.
Nach und nach den Sanierungsplan umgesetzt
Nach dem ersten Neubau zur Erweiterung der Humboldt-Schule folgte die Nutzung des ehemaligen Lessingbades als zusätzliche Sporthalle. Mit der neuen Mensa ist der Bedarf gedeckt, es stehen noch die Duschen in der alten Turnhalle auf dem Sanierungsplan. „2013 wurde viel beschlossen, was jetzt nach und nach alles umgesetzt wird“, erklärte Stadträtin Renate Treutel. Jetzt könnten die anderen Schulen gucken kommen, „wie schön das alles auch bei ihnen wird“.