Kritik an der Stadt Kiel

Neue Bushaltestellen nicht barrierefrei

Foto: Schick ist sie und neu. Doch die Bordsteine an der Bushaltestelle Martensdamm in der Kieler City sind nicht hoch genug für einen barrierefreien Bus-Einstieg.

Schick ist sie und neu. Doch die Bordsteine an der Bushaltestelle Martensdamm in der Kieler City sind nicht hoch genug für einen barrierefreien Bus-Einstieg.

Kiel. Großzügig und modern ist die neue Bushaltestelle am Martensdamm. Nur: Barrierefrei ist sie nicht. Das gilt auch für die Bushaltestelle am Opernhaus/Rathausplatz, die gerade in Bau ist. Für Brigitte Hinrichs,  stellvertretende Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderungen ist das ärgerlich und zudem kurzsichtig. Denn klar ist: Ab 2022 soll es nach dem Gesetz Barrierefreiheit geben.

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Architekt hat nachgemessen

Unterstützung kommt von dem Architekten Axel Kreutzfeldt. „Ich habe die neue Bushaltestelle am Martensdamm nachgemessen: Der neue Bordstein ist nicht hoch genug. Mindestens fünf Zentimeter klaffen zwischen Bordstein und Buseinstieg.“ Barrierefreiheit sei aber nur gegeben, wenn die Lücke maximal drei Zentimeter beträgt. Nur dann könnten Menschen mit Rollstuhl oder Rollator den Einstieg ohne fremde Hilfe oder zusätzliche Vorrichtungen bewältigen.

18 Zentimeter sind zu wenig

Dafür müsse der Bordstein an der neuen Bushaltestelle 22, besser noch 24 Zentimeter hoch sein. Doch auch die neuen Bordsteine, die für die Bushaltestelle am Opernhaus/Rathausplatz bereit liegen, sind nur 18 Zentimeter hoch.

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Pressesprecher Arne Gloy von der Stadt Kiel betont, dass man barrierefreie Bushaltestellen anstrebt. Aber: Aktuell existiere noch keine eindeutige Grundlage für eine 24-Zentimeter-Bordsteinhöhe. Der landesweite Leitfaden der Nah.sh dazu sei noch nicht fertig.

Kritik vom Landesbeauftragten

Dirk Mitzloff, Stellvertreter des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung Schleswig-Holstein, widerspricht. „Die Nah.sh hat sich mit allen Arbeitskreismitgliedern bereits auf Empfehlungen geeinigt. Diese sehen eine Bordsteinhöhe von 22 Zentimetern vor. Vor diesem Hintergrund ist es für den Landesbeauftragten nicht nachvollziehbar, dass die Stadt Kiel weiterhin andere Höhen plant und umsetzt.“

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