Algen im Sportbecken

Neue Debatte um das Hörnbad

Foto: Sprung in die Algen: Das Sportbecken soll trotz Algenbildung nicht geschlossen werden.

Sprung in die Algen: Das Sportbecken des Hörnbads soll trotz Algenbildung nicht geschlossen werden.

Kiel. Eine Gefahr für die Gesundheit der Schwimmer bestehe nicht, versichert Stadtrat Gerwin Stöcken. Die Algenbildung sei halt unschön. Aber eine Schließung des Hörnbads komme nicht in Betracht. Schon wegen des Schulschwimmens müsse das Sport- und Lehrschwimmbecken geöffnet bleiben. Das Algenproblem ist nur der bislang letzte Punkt in einer langen Mängelliste. An die neueste Schadensmeldung aus dem Schwimmbad knüpft sich eine lebhafte kommunalpolitische Diskussion. Die CDU, der SSW und die Linke sind auf den Barrikaden.

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Kritik an OB Ulf Kämpfer

Der sportpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Michael Frey, fordert Ulf Kämpfer auf: „Der Oberbürgermeister muss seine Kommunikationspolitik ändern, damit endlich klar ist, wo es noch an Maßnahmen fehlt, welche Probleme angegangen werden und wann das vollständige Bad ohne gesundheitliche Bedenken eröffnet werden kann.“ SSW-Fraktionschef Marcel Schmidt warnt: „Ein Algenbefall kann in der Öffentlichkeit als Hygienerisiko wahrgenommen werden. Wenn die Badegäste den Eindruck bekommen, dass die Wasseraufbereitungsanlage schon mit Algen nicht fertig wird, liegt der Schluss nahe, dass sich auch andere, möglicherweise schädlichere Mikroorganismen in den Schwimmbecken vermehren können.“

Linke nennt Geschichte des Bades "ein Fiasko"

Die Linke nennt die Geschichte des Hörnbads „ein Fiasko“. Fraktionschef Stefan Rudau kündigt eine weitere Mängelliste, erstellt vom Beirat für Menschen mit Behinderungen, für den März an. Der sportpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Philip Schüller, wiegelt ab: „Es tauchen immer wieder neue Probleme auf, andere werden behoben.“ Das sei operative Arbeit, die die Politik nicht beeinflussen könne. Algenbildung im neuen Bad findet auch der SPD-Politiker „unschön“. Schüller macht die Schuldigen im Handwerk aus: „Das sind Gewährleistungsschäden.“ Auf das Handwerk ist auch Stadtrat Stöcken mittlerweile nicht gut zu sprechen: „Es nervt.“

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