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Wohnraum in Kiel

Özlem Ünsal für kommunale Genossenschaft

Foto: Özlem Ünsal, Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Kiel-West, fordert vom Land die Förderung für kommunale Wohnungsgenossenschaften.

Özlem Ünsal, Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Kiel-West, fordert vom Land die Förderung für kommunale Wohnungsgenossenschaften.

Kiel. Die Kieler SPD-Abgeordnete sieht in Bewohnergenossenschaften einen vorbildlichen Weg, um aktiv den steigenden Mieten entgegenzuwirken. Auch kommunale Genossenschaften könnten dazu beitragen – als Ergänzung zu einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Ünsal fordert deshalb von der Landesregierung, beide Konzepte noch stärker als bisher zu fördern.

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„In Genossenschaften wie der Esbjergweg eG kann nicht nur vergleichsweise bezahlbar und sicher gewohnt werden, sondern dort wird auch das Mitsprachrecht – egal ob als Mieter oder Eigentümer – garantiert.“

Land soll mehr Geld geben

Die Landesregierung sei in der Pflicht, die Kommunen Schleswig-Holsteins stärker bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu unterstützen. "Dazu müssen auch unsere kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften gestärkt werden. Ich kann deshalb nicht nachvollziehen, warum die Landesregierung unsere hierzu eingebrachten Anträge systematisch ablehnt."

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Immer weniger Sozialwohnungen

Auf eine Kleine Anfrage von Ünsal hatte die Landesregierung mitgeteilt, dass es aktuell 86 Wohnungsgenossenschaften mit rund 83000 Wohnungen in Schleswig-Holstein gibt. Allerdings sinkt der Anteil der Genossenschaftwohnungen mit einer Sozialbindung kontinuierlich. Ende 2017 gab es noch 17300 solche Wohnungen. Ende 2024 werden davon nur noch 14700 übrig sein. Kommunale Genossenschaften könnten diesem Abbau entgegenwirken, findet Ünsal.

Die Landesregierung antwortete, man fördere die „Neugründung von sogenannten kleinen oder privaten Wohnungsgenossenschaften“. Auch für die Sanierung gebe es günstige Darlehen und Baukostenzuschüsse. Von 2015 bis 2018 hat das Land 506 Millionen Euro an Wohnraumförderung vergeben – 40 Prozent davon an Genossenschaften. Nur vier Prozent betrafen Genossenschaftsneugründungen.

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