Vielfältige Aktionen

Orange Day: So engagiert sich Kiel am 25. November gegen Gewalt an Frauen

Einer Studie der Europäischen Grundrechteagentur zufolge sind etwa 35 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen.

Einer Studie der Europäischen Grundrechteagentur zufolge sind etwa 35 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen.

Kiel. Als signalrotes Ausrufezeichen gegen Gewalt an Frauen sind sie gedacht: vier rote Bänke, die seit Anfang dieser Woche in Kiel stehen. Auf Beschluss der Ratsversammlung hat die Landeshauptstadt Kiel die aus Italien stammende Aktion „La Panchina rossa“ („Die rote Bank“) aufgegriffen. Bis zum 21. Dezember sind die Bänke im Schützenpark, im Dorfanger Meimersdorf, im Werftpark und an der Strandpromenade in Schilksee zu sehen.

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Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November machen viele weitere Einrichtungen mit Aktionen auf das Thema aufmerksam. Auch Kieler Hochschulen beteiligen sich. Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und Vorträge sollen den Blick auf das Ausmaß alltäglicher Gewalt richten.

Gewalt gegen Frauen steht im Fokus vieler Aktionen in Kiel

Denn Gewalt gegen Frauen hat viele Facetten – darauf weist Helga Rausch hin, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kiel. Insbesondere häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, sexuelle Belästigung, Stalking, Mobbing und digitale Gewalt zählten dazu.

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Einer Studie der Europäischen Grundrechteagentur zufolge sind etwa 35 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen, sagt Rausch, die die roten Bänke unterstützt und betont: „Für mich ist wichtig, dass die Öffentlichkeit sensibilisiert wird.“

QR-Code auf Bänken in Kiel: Auswege für Frauen und Mädchen aus der Not

Die blutrote Farbe solle an die vielen Frauen erinnern, die Opfer von Gewalt geworden sind. Die Bänke sollen aber auch Wege aus der Not aufzeigen und betroffene Frauen und Mädchen dazu ermutigen, nicht länger zu schweigen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Kiel, Helga Rausch, auf einer mit einem QR-Kode versehenen roten Bank im Schützenpark in Kiel: Die "Rote Bank" ist ein Symbol für Gewalt gegen Frauen.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Kiel, Helga Rausch, auf einer mit einem QR-Kode versehenen roten Bank im Schützenpark in Kiel: Die "Rote Bank" ist ein Symbol für Gewalt gegen Frauen.

Deshalb ist an ihnen ein QR-Code angebracht. Dieser führt auf die Internet-Seite www.kiel.de/gleichstellung. Dort finden sich unter der Rubrik "Gewalt" Informationen und Hilfsangebote.

Orange Day an der FH Kiel und CAU Kiel: Das ist geplant

Zum 25. November zeigen auch die Fachhochschule (FH) Kiel und die Christian-Albrechts-Universität (CAU) zusammen mit dem Landesfrauenrat Flagge. Während die FH den Dokumentarfilm „Wie wir wollen“ über ungewollte Schwangerschaftsabbrüche online vorführt, gibt es an der Uni einen Vortrag zum Thema Formen und Folgen von häuslicher Gewalt.

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Zudem werden an der CAU die Flaggen von UN Women, der Frauenrechtsorganisation der Vereinten Nationen, mit der Aufschrift „Stopp – Gewalt gegen Frauen“ gehisst – im Rahmen der weltweiten Kampagne „Orange The World“.

Orange Walk durch die Holstenstraße Kiel

Einheitlich in der Farbe Orange sprechen sich auch die Teilnehmer des „Orange Walks“ gegen die Gewalt an Frauen aus. Darauf macht Sigrid Norkeweit von „Zonta“ in Kiel aufmerksam: „Mit orangefarbenen Solarfackeln, Leuchtwesten oder Schals werden wir in Begleitung von ,Kieler Persönlichkeiten’ durch die Holstenstraße gehen.“

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Um 16.45 Uhr geht es auf Höhe Holstenstraße 108 in Kiel los. Am Endpunkt Holstenfleet sind Stellungnahmen eingeplant.

„Gewalt kommt nicht in die Tüte“: Aktion im Citti Park Kiel

Bereits um 15 Uhr gibt es am Freitag im Einkaufszentrum Citti Park in Kiel wieder die Brötchentütenaktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ (15 Uhr): Dabei werden insgesamt 3000 von der Bäckerei Steiskal gespendete Brötchen in Tüten verteilt.

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