Post-Pläne

Pakete kommen bald aus Wellsee

Foto: In Wellsee will die Post ein „mechanisiertes Zustellsystem“ errichten. Von hier könnte die Post-Flotte in die Stadt ausschwärmen.

In Wellsee will die Post ein „mechanisiertes Zustellsystem“ errichten. Von hier könnte die Post-Flotte in die Stadt ausschwärmen.

Kiel. In Wellsee soll das neu gebaute Paketzentrum im vierten Quartal 2020 eröffnet werden – zu dem Zeitpunkt will die Post den ehemaligen Postfuhrhof in Gaarden verlassen haben.

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Post will „mechanisiertes Zustellsystem“

Für die Hilfestellung der Kiwi bei der Grundstückssuche dankte die Deutsche Post. Die Immobiliengesellschaft des Mutterkonzerns hat das Areal letztlich erworben: „Grundstücke in dieser Größenordnung sind nicht so einfach zu finden“, sagte der Norddeutschland-Sprecher Jens-Uwe Hogardt. In Wellsee wolle die Post ein „mechanisiertes Zustellsystem“ errichten. Von hier aus könnte die Post-Flotte ausschwärmen, aus Wellsee sei die Stadt gut zu erreichen.

Über die geplante Weiterentwicklung des historischen Areals an der Werftstraße indes hatte diese Zeitung bereits mehrfach berichtet: Rund 650 Wohneinheiten sollen auf dem 4,5 Hektar großen Areal unweit der Hörn entstehen, darunter 30 Prozent im sozialen Wohnungsbau. Neben dem hohen Wohn-, soll aber auch ein geringer Gewerbeanteil das Quartier komplettieren. Am 24. Juni steht die finale Jury-Sitzung zur Bebauung des Postfuhrgeländes an.

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„Das Areal zwischen der Kieler Innenstadt und dem Stadtteil Gaarden kann in Zukunft städtebaulich optimal genutzt werden“, sagte Einar Rubin, Prokurist der Kiwi, „hier kann jetzt ein lebendiges Quartier entstehen – mit Wohnbauten, Gewerbeeinheiten und Grünflächen für die Aufenthaltsqualität. Die Kiwi hat im gesamtstädtischen Interesse das Verlagerungsvorhaben der Post mit der genannten Zielsetzung gern ermöglicht.“

Voraussetzung für neues Areal war auch die Innenstadtnähe

Demnach war die Post 2017 auf die Wirtschaftsförderung zugekommen, um den Wunsch der Verlagerung deutlich zu machen: „Dabei musste das neue Areal in Größe und Grundstückszuschnitt wegen des geplanten Neubaus einer Halle für eine neue Paketsortieranlage bestimmte Voraussetzungen erfüllen“, teilte die Kiwi mit. Auch die Lage innerhalb der Stadtgrenzen mit Nähe zur Innenstadt sei eine Voraussetzung gewesen – die Deutsche Post strebe die Erreichbarkeit auch für den „Streetscooter“, so der offizielle Name des firmeneigenen Elektromobils an.

Ähnlich hatte auch Konkurrent DPD vor wenigen Tagen zur Eröffnung den Standort seines neuen Verteilzentrums im Gewerbegebiet Melsdorf begründet. Die reibungslose Zustellung mit Elektromobilen wird auch im Rahmen der von Portalen wie Amazon angestrebten Lieferung innerhalb des selben Tages immer wichtiger. Diese Voraussetzungen waren für die Deutsche Post offenbar auf dem ehemaligen Gelände des Militärausrüsters Thales gegeben. Die Kiwi freut sich darüber, den Umzug auch im Sinne der innerstädtischen Weiterentwicklung an der Werftstraße ermöglicht zu haben.

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