„Ohne Verbesserung sehen wir Rot“

Plakat für Ulf Kämpfer: Foto-Aktion von Erzieherinnen vor Kieler Rathaus

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (2. v. r.) im Gespräch mit Verdi-Bezirksgeschäftsführer Manuel Gellenthin (re.). Gewerkschaftsmitglieder halten ein Plakat mit Fotos von Beschäftigten aus dem Sozial- und Erziehungsdienst, die signalisieren: „Ohne Verbesserung sehen wir Rot!“

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (2. v. r.) im Gespräch mit Verdi-Bezirksgeschäftsführer Manuel Gellenthin (re.). Gewerkschaftsmitglieder halten ein Plakat mit Fotos von Beschäftigten aus dem Sozial- und Erziehungsdienst, die signalisieren: „Ohne Verbesserung sehen wir Rot!“

Kiel. Mit einer Foto-Aktion auf dem Rathausplatz hat die Gewerkschaft Verdi ihren Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst Nachdruck verliehen. „Ohne Verbesserung sehen wir Rot“, heißt ein Plakat, das städtische Beschäftigte am Dienstagmittag dem Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) überreichten. Darauf zu sehen: Lauter in Rot gekleidete Beschäftigte mit Slogans wie „Gute Leute, gute Arbeit, gutes Geld“, „Mehr braucht mehr“ und „Systemrelevant ausgebrannt“.

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Die Forderungen der Gewerkschaft haben drei Aspekte. Es geht um Entlastung, um finanzielle Aufwertung und um die Bekämpfung des Fachkräftemangels.

„Nach zwei Jahren besonderer Herausforderungen durch die Pandemie fühlen die Beschäftigten sich im Regen stehen gelassen“, heißt es in einer Mitteilung von Verdi. „Die hohe Belastung und immer steigende Arbeitsverdichtung treibt viele Kolleginnen und Kollegen aus den gesellschaftlich wichtigen Berufen heraus oder lässt sie krank werden. Neue Kolleginnen und Kollegen zu finden, wird immer schwieriger.“

Kämpfer war am Dienstag in seiner Funktion als Arbeitgeber angesprochen. „Wir erwarten vom Oberbürgermeister, sich im kommunalen Arbeitgeberverband für die Beschäftigten in der Landeshauptstadt Kiel stark zu machen“, sagte Verdi-Bezirksgeschäftsführer Manuel Gellenthin. „Es ist Aufgabe des Arbeitgebers, beste Bedingungen und eine Aufwertung voranzutreiben!“ Die soziale Arbeit verbinde die Menschen miteinander wie ein Anker. Kämpfer solle sich „solidarisch für schnelle Verbesserungen einsetzen“.

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Kämpfer nahm sich Zeit, stellte Verständnisfragen, nahm das Plakat entgegen. Der Oberbürgermeister wies auf „die Grenzen des Tarifrechts“ hin und fragte danach, was die Stadt jenseits der Tarifverhandlungen tun könne, die Sache der Tarifpartner seien.

Ja, bei der Anerkennung von Abschlüssen und bei Eingruppierungen von Berufsgruppen könne die Stadt in eigener Hoheit etwas tun, antwortete der stellvertretende Verdi-Geschäftsführer Johannes Dörband. Kämpfer versprach: „Ich rede noch mal mit Renate Treutel.“ Die Bürgermeisterin ist als Dezernentin für Bildung und Jugend zuständig.

Die laufenden Tarifverhandlungen werden am 21. und 22. März in Potsdam fortgesetzt.

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