Erstes Parklet in Gaarden

Platz nicht nur fürs Blech

Foto: Sie machten es sich gemütlich auf dem ersten Parklet in Gaarden (von links): Thilo Pfennig von Biogaarden, Johannes Zinken (Werk Statt Konsum), Frederik Meißner vom Verkehrsclub Deutschland und André Block (Werk Statt Konsum).

Sie machten es sich gemütlich auf dem ersten Parklet in Gaarden (von links): Thilo Pfennig von Biogaarden, Johannes Zinken (Werk Statt Konsum), Frederik Meißner vom Verkehrsclub Deutschland und André Block (Werk Statt Konsum).

Kiel-Gaarden. Die Idee kam von der Kieler Gruppe des nicht nur auf Autoblech fixierten Verkehrsclubs Deutschland, den Standort steuerten die Stadt und der Gaardener Bioladen bei, für die Umsetzung zeichnete die „Werk Statt Konsum“ in der Alten Mu zuständig, und die knapp 1500 Euro umfassenden finanziellen Mittel steuerte der Verfügungsfonds Gaarden bei.

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Zwei Parkplätze mussten weichen

Zwei Parkplätze an der Medusastraße mussten für das Parklet weichen. Und erwartungsgemäß trudelten darob laut Stadtrat Gerwin Stöcken schon „erste Beschwerden“ im Rathaus ein. „Auch Autofahrer haben berechtigte Interessen“, betonte Stöcken, dass es nicht darum gehe, ideologische Fronten aufzubauen. In jedem einzelnen Fall kommt es deshalb nach Überzeugung des Dezernenten darauf an, diese Interessen gegen die Bedürfnisse von Fußgängern oder Menschen, die im Freien verweilen wollen, fair gegeneinander abzuwägen.

Vorfahrt für Autos ist in diesen Abwägungsprozess jedoch nicht einprogrammiert. „Der öffentliche Raum wird immer wichtiger“, nennt Stöcken den Grund dafür. Menschen in Kontakt und weg von digitalen Daddeleien in der eigenen Wohnung zu bekommen, sei schließlich ein ebenso wichtiges Anliegen wie Parkplätze anzubieten.

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Bisher gibt es kaum Vergleichbares in Kiel

Dass das Parklet in jedem Fall einen anderen Akzent im oft eher eintönigen Straßenraum setzt, darüber kann kaum gestritten werden. Auf Basis von Europaletten und Lärchenholz und fast ausschließlich mit gebrauchten Materialien gefertigt, entstand in der Alten Mu ein verspieltes und gleichermaßen ganz praktisch zum Sitzen einladendes Ensemble. Umrahmt wird es von kleinen Kästen mit Blumen und Kräutern, für die Kleinsten hat sogar eine Mini-Sandkiste ihren Platz gefunden.

Tatsächlich findet sich Vergleichbares bisher kaum in der Stadt. Mit Abstrichen vergleichbar ist in der Hansastraße 2 und in der Elisabethstraße 30 öffentlicher Raum umgewidmet worden. Verstärkt ins Visier genommen werden soll das Thema allerdings künftig besonders in Gaarden, kündigt Gerwin Stöcken an.

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