Zustand der "Gorch Fock"

Politiker im Norden fordern Aufklärung

Foto: Das Segelschulschiff lief vor 60 Jahren, am 23. August 1958, auf der Hamburger Werft Blohm+Voss vom Stapel.

Das Segelschulschiff lief vor 60 Jahren, am 23. August 1958, auf der Hamburger Werft Blohm+Voss vom Stapel.

Kiel. Der Grünen-Finanzpolitiker Lasse Petersdotter sagte am Montag in Kiel, "jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Projekt "Gorch Fock-Sanierung" abzubrechen und über Alternativen wie eine Gorch Fock III nachzudenken". Er forderte "schonungslose Aufklärung über die tatsächlichen Mängel und Sanierungskosten des Schulschiffes.

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FDP-Fraktionschef Christopher Vogt sprach sich für den Erhalt der "Gorch Fock" als Institution aus. Aber: "Wenn klar werden sollte, dass ein Neubau doch erheblich wirtschaftlicher als eine Sanierung sein sollte, muss diese Option ernsthaft in Betracht gezogen werden." Er könne nachvollziehen, "ein weltbekanntes Marineschulschiff aus Traditionsgründen erhalten zu wollen", sagte AfD-Fraktionschef Jörg Nobis. "Aber doch nicht um jeden Preis."

Warum explodierten die Kosten?

Nach Ansicht von CDU-Fraktionschef Tobias Koch sollte auf jeden Fall einen Weg gefunden werden, um die "Gorch Fock" für die Marine zu erhalten. Unabhängig davon müsse aufgeklärt werden, wie es zur Kostenexplosion bei der Instandsetzung gekommen sei, sagte er. Auch der für Bundeswehrfragen zuständige SPD-Abgeordnete Kai Dolgner forderte, dass Traditionsschiff "nicht einfach zu versenken". Sowohl die Marine als auch der Landtag als Pate der "Gorch Fock" erwarteten eine nachvollziehbare Prüfung aller Möglichkeiten.

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Für die explodierenden Kosten im Fall im Fall der 1958 gebauten zweiten "Gorch Fock" macht der Bundesrechnungshof auch jahrelange Versäumnisse bei Bundeswehr und Verteidigungsministerium verantwortlich. So sei das Schiff zuletzt vor knapp 40 Jahren vollständig technisch untersucht und dokumentiert worden.

Von dpa

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