Das Eis trägt noch lange nicht

Polizei und Feuerwehr warnen vor Betreten gefrorener Gewässer

Trotz aller Warnungen wurde das erste Eishockey-Spiel des Jahres in Kiel am Montag an der Badestelle des Russees ausgetragen.

Trotz aller Warnungen wurde das erste Eishockey-Spiel des Jahres in Kiel am Montag an der Badestelle des Russees ausgetragen.

Kiel. So früh gab es schon lange nicht mehr so starken Frost. Die Folge sind zugefrorene Wasserflächen in und um Kiel sowie in den Nachbarkreisen. Was so verlockend aussieht, kann jedoch schnell lebensgefährlich werden.

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„Das Betreten der Eisflächen ist nach so kurzer Frostdauer lebensgefährlich. Es ist auch vorerst nicht damit zu rechnen, dass der Frost länger anhält“, sagt Holger Bauer vom Landesfeuerwehrverband. Die Feuerwehren im Land mussten bislang noch nicht zur Eisrettung ausrücken, seien aber vorbereitet, so Bauer.

Personen auf dem Postsee bei Preetz unterwegs

Erste Einsätze gab es bereits: So wurde die Polizei im Kreis Plön alarmiert. „Auf dem Postsee bei Preetz waren Personen auf dem Eis und wurden angesprochen“, so ein Sprecher der Polizeidirektion Kiel. Es kam aber nicht zu einer Notlage auf dem Eis.

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Auch die Polizei rät zu großer Vorsicht bei Gewässern. Die Eisflächen im Kieler Stadtgebiet seien überall fürs Betreten noch viel zu dünn. Die Stadtentwässerung des Kieler Tiefbauamts warnt zudem eindringlich vor dem Betreten von vermeintlich festen Eisflächen auf Kieler Regenrückhaltebecken.

„Besonders gefährlich sind die frei zugänglichen Anlagen wie der Heidenberger Teich, der Rothe Teich und der Krugteich sowie die Becken am Kirschenkamp, in Klausbrook, am Kreisauer Ring und am Käthe-Kollwitz-Pfad. Ihr Betreten kann Lebensgefahr bedeuten“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Ab Dienstag steigen die Temperaturen wieder in den Plusbereich

Durch den ständigen Zufluss von „wärmerem“ Niederschlagswasser, das zudem mit Streusalz versetzt sein kann, sei die Eisdecke auf diesen Becken in der Regel dünner als auf anderen stehenden Gewässern. „Die Zu- und Abläufe können auch unterhalb des Wasserspiegels und der Eisfläche liegen, besonders dünne Eisflächen sind dann nicht unbedingt erkennbar.“

Trotz aller Warnungen tummelten sich auf manchen Eisflächen der Stadt bereits die ersten Menschen. Auf dem Russee wurde am Montag sogar Eishockey gespielt. Das sei lebensgefährlich, warnen die Behörden.

Die Wetterlage wird sich ab Dienstag allerdings wieder komplett verändern: Die Wettervorhersage geht von stark steigenden Temperaturen aus. Zum Jahreswechsel soll es selbst nachts frostfrei bleiben. Tagsüber sind sogar Plustemperaturen im zweistelligen Bereich möglich.

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