Beim Einsatz verletzt

Polizist in Kiel erhält Anerkennung

Foto: Reise ins Allgäu: Der Hupf-Vorsitzende Klaus Schlie überreichte begleitet vom Schatzmeister Karl-Hermann Rehr die Unterlagen an den verletzten Polizisten.

Reise ins Allgäu: Der Hupf-Vorsitzende Klaus Schlie überreichte begleitet vom Schatzmeister Karl-Hermann Rehr die Unterlagen an den verletzten Polizisten.

Kiel. Am Dienstag übergab Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) in seiner Funktion als Vorsitzender des Hupf (Hilfs- und Unterstützungsfonds für Polizeibeschäftigte und deren Familien in Not) die Unterlagen für eine Reise ins Allgäu an L. K., dessen Name aufgrund seiner Tätigkeit als Zivilfahnder unbekannt bleiben soll. Die Arbeit des Hupf ist laut Schlie dringend notwendig: Täglich gibt es landesweit vier Angriffe auf Beamte im Dienst, 1290 Gewaltdelikte waren das 2018 gegen 2658 Beamte.

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"Ich bin sehr froh über das Geschenk. Das tut der Seele gut", sagte L. K. Die Szene im April 2018 sei eigentlich typisch gewesen: Eine Drogenübergabe in Gaarden, mit zwei Beamten wollten sie den Dealer stoppen. Doch der fuhr L. K. praktisch über den Haufen. "Mein Unterschenkel stand links 90 Grad zur Seite", beschrieb er nüchtern. Doch die Schmerzen waren stark, und sind bis heute nicht ganz verschwunden. Ein Kreuzbandriss und ein Knorpelschaden wurden diagnostiziert, zweimal musste er operiert werden. Die endgültige Einstufung für die Ausgleichszahlungen vom Land stehen noch aus.

Schlie: Gewalt gegen Polizei nicht akzeptabel

Der Dealer wurde von seinem Kollegen wenige Meter weiter geschnappt. Schlie diagnostizierte ein "gesellschaftspolitisches Problem" in der Aggression gegen Beamte: "Die Autorität des Staates wird mit solchen Taten in einer Art und Weise mit Gewalt übersät. Das ist außerhalb jeder Norm." Trotz Strafverschärfung gegen Widerstandstaten sei keine Trendwende erkennbar. "Das ist nicht zu verstehen und auch nicht akzeptabel."

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Diesem "Hass auf den Staat" und der "Entwürdigung und Entmenschlichung der Autoritäten" setze Hupf mit dem Geschenk ein Zeichen entgegen. "Es gibt genügend Menschen, die Ihren Einsatz anerkennen", sagte Schlie an die Beamten gewandt. Versöhnlich gab sich L. K. zumindest insofern, dass ihn die Verletzung nicht vom Dienst abhält: "Ich mag es auf der Straße zu sein. Es gibt kein schöneres Revier in Schleswig-Holstein als das 4. in Kiel."

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