Nord-Ostsee-Kanal

Schleuse wird zur Sandkiste

Foto: Der Bagger "Thor R" pumpte am Wochenende noch einmal Sand in die kleinen Holtenauer  Schleusen.

Der Bagger "Thor R" pumpte am Wochenende noch einmal Sand in die kleinen Holtenauer  Schleusen.

Kiel. „Damit ist dieser Teil der Sicherungsmaßnahmen für die Schleusenkammern abgeschlossen“, sagt Jirka Menke vom Fachbereich Investitionen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau. Der dänische Bagger hatte Ende Januar im 24-Stunden-Betrieb mit der Arbeiten begonnen.

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Drei Reisen hatte der 79 Meter lange Saugbagger mit rund 2500 Kubikmeter Sand pro Tag absolviert. Den Sand holte der Bagger südlich der dänischen Insel Aerö aus der Ostsee. Insgesamt wurden 110000 Kubikmeter Sand herangeschafft.

Sand stützt die Schleusenmauern

Der Bagger machte dabei in der Schleusenzufahrt fest und pumpte aus seinem Laderaum das Sand-Wasser-Gemisch über ein Rohrsystem in die Schleusenkammen. Inzwischen stehen gewaltige Sandberge in beiden Kammern. Sie werden mit Baggern gleichmäßig verteilt.

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Der Sand wurde zur Stabilisierung in die Kammern geschüttet. Damit sollen zunächst die einsturzgefährdeten Mauern fixiert werden. Gleichzeitig erlaubt die Sandfüllung später den Abbruch der alten Mauerwerke, die Stück für Stück abgebaut werden sollen.

Nach dem Abriss der alten Kammern sollen an gleicher Stelle zwei neue Schleusenkammern errichtet werden. Für dieses Großprojekt ist ein Planfeststellungsverfahren in Vorbereitung.

Durch die neuen Schleusen soll dann einmal ein Großteil des Verkehrs geleitet werden. Die Kammern werden laut Plan eine Breite von etwa 22 Metern und eine Länge von bis zu 140 Metern haben.

Beschwerden von Anwohner

Die Behörde muss sich dabei auch auf Gegenwind einstellen. Bereits bei den Arbeiten mit dem Bagger gab es Beschwerden. „Ein Anwohner hat sich auch bei uns gemeldet. Wir nehmen diese Sorgen ernst und versuchen, so leise wie möglich zu arbeiten“, sagt Menke.

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