Demo vor dem Landeshaus

Schüler fordern bessere Klimapolitik

Foto: Mit einem "Schulstreik" haben etwa 500 Schüler am Freitagmorgen vor dem Landtag in Kiel für eine bessere Klimapolitik demonstriert.

Mit einem "Schulstreik" haben etwa 500 Schüler am Freitagmorgen vor dem Landtag in Kiel für eine bessere Klimapolitik demonstriert.

Kiel. Selbstorganisiert aber unterstützt von den Jugendgruppen der Grünen, des BUND, der Turbo-Klima-Kampf-Gruppe Kiel (TKKG) hatten sich Schüler aus ganz Schleswig-Holstein morgens um 8 Uhr vor das Landeshaus postiert.

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"Wir wollen damit zeigen, dass der Kohleausstieg und der Klimaschutz genauso wichtig für unsere Zukunft sind, wie eine ordentliche Ausbildung", sagte Leevke Puls. Die 18-Jährige ist Schülerin der Ricarda-Huch-Schule in Kiel und Sprecherin Grüne Jugend Kiel. "Und ich bin einfach überglücklich, dass so viele junge Menschen gekommen sind."

Grüne unterstützen Schülerstreik

Der grüne Landtagsabgeordnete Lasse Petersdotter kritisierte unter großem Beifall das Versagen der Politik, den Klimawandel zu stoppen. „Die Schülerinnen und Schüler und Studierenden haben dies erkannt und streiten für ein Leben auf einem nicht vollständig ausgeplünderten und verwüsteten Planeten", sagte Petersdotter.

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Die Grünen-Abgeordneten wollen für jeden Teilnehmer des Klimastreiks vor dem Landtag über die Organisation Plant for the Planet privat einen Baum spenden, der in Mexiko gepflanzt wird.

Bildungsministerin Prien erinnerte an Schulpflicht

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) erinnerte die Schüler an ihre Schulpflicht: "Ich danke euch für euer Engagement, und trotzdem bitte ich euch, an eure Schulen zurückzukehren", mahnte Prien. "Ich würde es sehr begrüßen, wenn ihr euch auch innerhalb des Unterrichts mit diesen Themen beschäftigt."

Bernd Buchholz hat keine Zeit

Enttäuscht zeigten sich die Schüler von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP), der rauchend an den Schülern vorbei lief und auf die Frage, ob er denn nicht auch etwas sagen wolle, vertrösten musste. "Ich muss leider in den Saal", sagte er und erntete Buh-Rufe.

Vernetzung über #FridaysForFuture

In sieben Städten - darunter Berlin, Hamburg, Göttingen und Köln - hatten Schüler über Facebook und Twitter zu Protesten aufgerufen, anstatt zur Schule zu gehen. Dazu aufgerufen hatte zum Endspurt der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz die 15-jährige schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Sie protestiert schon seit Monaten immer freitags gegen den Klimawandel.

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In Kattowitz beraten fast 200 Staaten über Maßnahmen zum Klimaschutz. Bei den Verhandlungen gebe es immer noch keine Anzeichen von Zugeständnissen, kritisierte Thunberg in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

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