Fotos der Abschlussklassen

Schulabschluss in Schleswig-Holstein: Das sind die glücklichen Absolventen

Auch sie haben endlich ihr Abi in der Tasche: Die Schülerinnen und Schüler des Abitur-Jahrgangs 2022 der Humboldt-Schule in Kiel.

Auch sie haben endlich ihr Abi in der Tasche: Die Schülerinnen und Schüler des Abitur-Jahrgangs 2022 der Humboldt-Schule in Kiel.

Kiel/Neumünster. Am Wochenende noch der Abiball, dann ist es geschafft: Max-Planck-Schülerin Finnja Schweers hat ihr Abitur in der Tasche. Mit ihrem Notenschnitt von 1,7 ist sie "mega happy". Vielleicht will sie damit mal Architektur studieren. Doch vorerst hat die 18-Jährige andere Pläne. Mit dem Traditionssegler "Belle Amie" ein Jahr lang im Rahmen eins Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) übers Meer schippern nämlich. Am 1. August geht es los.

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Finnja Schweers, Abiturientin der Max-Planck-Schule in Kiel, will ab August auf große Fahrt: Mit einem Traditionssegler hofft sie, mal ein bisschen mehr zu sehen als nur die dänische Südsee.

Finnja Schweers, Abiturientin der Max-Planck-Schule in Kiel, will ab August auf große Fahrt: Mit einem Traditionssegler hofft sie, mal ein bisschen mehr zu sehen als nur die dänische Südsee.

39.915 Schülerinnen und Schüler verlassen in Schleswig-Holstein in diesem Jahr mit Abitur, Erstem allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) oder Mittlerem Schulabschluss (MSA) die Schule. Finnja ist eine von 11.185 Abiturienten in Schleswig-Holstein, die fast die gesamte Oberstufe im Pandemiezustand erlebte. 208 der Abiturienten schlossen trotzdem mit der Bestnote 1,0 ab. So wie Finnja haben insgesamt 6849 ihren Abschluss an einem öffentlichen Gymnasium erhalten. Der Mittelwert der Abiturdurchschnittsnote liegt landesweit bei 2,34.

Corona-Lockdown: In Australien war alles einfacher als in Kiel

Finnja war in Australien als in Deutschland der Lockdown losging, Auslandsjahr. Die Pandemiezeit war schwierig. "Ich bin gerne mit Menschen zusammen. Zu Hause rumsitzen langweilt mich einfach." Sie suchte sich andere Beschäftigungen: baute ein Bett, strich ihr Zimmer neu. Schule in Deutschland sei mit Australien nicht zu vergleichen gewesen. "Dort war am Tag danach alles organisiert. Der Unterricht klappte online. In Deutschland war alles ein bisschen schwieriger." Also Augen zu und durch. Am Ende hat es sich gelohnt. Am Dienstag, den 28. Juni, konnte sie in der Schule ihren Abistreich feiern. "Es hat sich angefühlt wie vor Corona."

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Max Henningsen hat sein Abitur an der Gemeinschaftsschule Neumünster gemacht – dabei sah es danach ursprünglich überhaupt nicht aus. An die Schule kam er vor neun Jahren mit einer Hauptschulempfehlung. „Der Wille zum Abitur war immer da, aber die Perspektive nicht immer“, sagt er heute. 1,8 steht als Notendurchschnitt auf seinem Zeugnis. Max sagt: „Das Gymnasium wäre der falsche Weg gewesen.“ Und jetzt? Am liebsten will er in Potsdam studieren. Politik, Verwaltung und Organisation. Alternativ vielleicht in Hamburg oder Berlin. Zum politischen Interesse kam er über sein Engagement im Schülerparlament und in der Schülervertretung. Sein Ehrenamt gehörte zum Leben immer dazu. „Nicht nur Schule, das war mir wichtig.“

1993 Schüler bestanden Abiturprüfung an der Gemeinschaftsschule

Er schätzt sich glücklich gegenüber des letzten Jahrgangs. "Mein Bruder hatte gar nichts. Der hat sein Zeugnis nach Hause geschickt bekommen. Wir hatten einen wunderschönen Abiball." Obwohl die Coronazeit unheimlich schwierig gewesen sei, hätten alle an einem Strang gezogen. "Am Ende waren wir alle echt beste Freunde", berichtet Max. Insgesamt bestanden 1993 Schüler ihre Abiturprüfung an einer Gemeinschaftsschule. Der Mittelwert der Durchschnittsnote lag bei 2,52. Rund 12.000 Schüler erreichten den ESA, 13.200 den MSA.

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Selbstdisziplin durch die Pandemie

„Das war Schule auf eigene Faust“, beschreibt Timon-Kato Finke seine letzten Schuljahre am Ostseegymnasium in Timmendorfer Strand. „Die zehnte Klasse konnte man eigentlich in die Tonne kloppen.“ Doch nach einem Jahr Pandemie ruckelte sich auch das wieder ein. Er hätte vor allem viel Selbstdisziplinierung gelernt. Timon-Kato wollte eigentlich Pilot werden, schon ewig. Doch aufgrund von Corona wurde seine gewünschte Ausbildungsstelle gar nicht erst ausgeschrieben. Also versucht er es stattdessen erstmal als Flugbegleiter. Dafür müsse man nur einen kurzen Crash-Kurs machen. „Gap year mit Sinn“, nennt er das. Dann könne er gleich ausprobieren, ob der Arbeitsrhythmus der richtige für ihn sei.

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