Berufsberatung

Schule durch – und dann? Fragen und Antworten zum Ausbildungsstart

Welche Ausbildung ist die richtige für mich? Was muss ich bei der Bewerbung beachten? Das Team der Berufsberatung Kiel gibt Tipps.

Welche Ausbildung ist die richtige für mich? Was muss ich bei der Bewerbung beachten? Das Team der Berufsberatung Kiel gibt Tipps.

Kiel. Schule fertig und direkt durchstarten: Das ist leichter gesagt als getan. Der Einstieg ins Berufsleben ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Was will ich eigentlich? Was kann ich eigentlich? Welche Branche passt zu mir? Und vor allem: Wie komme ich an eine Stelle? Wir haben Anne Ahrens und Marc Denk von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Kiel nach Tipps gefragt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Wie finde ich heraus, welcher Beruf zu mir passt?

Am besten direkt bei den Betrieben nachfragen. Auf den Websites oder im direkten Gespräch können sie zum Beispiel Auskunft darüber geben, wie der Betrieb funktioniert, wie das Arbeitsumfeld ist und wie groß das Team ist. Ihr könnt auch Hilfe bei der Berufsberatung holen. Die dort Beschäftigten helfen euch, eigene Stärken zu erkennen, und überlegen gemeinsam mit euch, welches Berufsfeld passen könnte. Marc Denk führt bei seinen Gesprächen auch Selbsttests mit den Teilnehmenden durch, die ihnen helfen können, eine passende Branche zu finden.

Marc Denk von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Kiel. Er berät Jugendliche bei Problemen rund ums Thema Studium und Ausbildung.

Marc Denk von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Kiel. Er berät Jugendliche bei Problemen rund ums Thema Studium und Ausbildung.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Was ist bei der Auswahl eines Berufsfeldes besonders wichtig?

Dass die Branche zu euch passt! Es bringt nichts, ein Studium oder eine Ausbildung anzufangen, wenn ihr schon am Anfang wisst, dass es euch eigentlich nicht interessiert. Daher: Informiert euch vorher! Welche Art der Arbeit kommt auf euch zu? Wie sind die Gehälter? Wie sicher ist eine Anstellung? Ein Praktikum kann ein guter Weg sein, um erste Einblicke zu bekommen.

Was muss ich beim Erstellen einer Bewerbung beachten?

Grundsätzlich gilt: Achtet auf die Formalitäten! Reicht die erforderlichen Dokumente und Zeugnisse ein. Auch Rechtschreibung und Grammatik sollten sitzen. Rechtschreibfehler und falschen Satzbau sehen Personalabteilungen nicht gerne. Denn: Es erweckt den Eindruck, als hättet ihr euch bei der Bewerbung keine Mühe gegeben oder noch schlimmer: als könntet ihr es nicht besser. Das lässt sich einfach vermeiden, indem ihr euer Geschriebenes noch einmal von jemand anderem gegenlesen lasst. Mindestens genauso wichtig ist der Inhalt. Es geht nicht darum, nur zu schreiben, was ihr alles könnt, sondern warum gerade ihr für die Stelle infrage kommt. Ein gutes Bewerbungsschreiben erklärt dem Arbeitgeber ganz genau, wie der Bewerber oder die Bewerberin das Unternehmen bereichert und weshalb er oder sie sich gerade auf diese Stelle bewirbt.

Lesen Sie auch

Wie sieht das perfekte Bewerbungsschreiben aus?

Eine goldene Regel gibt es nicht. Das ist auch gut so, denn sonst sähen alle Bewerbungsschreiben gleich aus. Anne Ahrens rät: Seid individuell, stecht aus der Menge von Bewerberinnen und Bewerbern hervor. Kreativität schadet nicht, so lange die Formalitäten eingehalten werden. Informiert euch vorher, welcher Ton angemessen ist. Beispiel: Wenn ihr euch auf eine Stelle als Bankkaufmann oder -frau bewerbt, solltet ihr einen sachlichen Text verfassen. Bei Bewerbungen in Kitas könnt ihr ein wenig freier und persönlicher sein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor?

Klar, Vorstellungsgespräche sind keine angenehme Situation. Aber mit ein bisschen Vorbereitung bringt ihr die gut über die Bühne. Wichtig ist, wie auch im Bewerbungsschreiben, dass ihr auf die betrieblichen Anforderungen eingeht. Informiert euch vorher zum Beispiel über das, was der Betrieb herstellt oder wie die Produktion abläuft. Es schadet auch nicht zu wissen, wie groß oder wie alt ein Betrieb ist. Je mehr ihr wisst, desto eher signalisiert ihr den Arbeitgebern, dass ihr wirklich interessiert seid.

Was sind No-Gos bei Vorstellungsgesprächen?

Auch hier: Beachtet die Formalitäten! Kleidet euch dem Anlass entsprechend. Seid höflich. Verwendet – außer anders vereinbart – die Anrede „Sie”. Wenn diese grundsätzlichen Dinge nicht stimmen, wird es schwer, den Arbeitgeber von euch zu überzeugen. Nicht nur das Gespräch selbst ist wichtig, sondern auch alles andere. Ein No-Go zum Beispiel ist, in Pausen nur am Handy zu hängen oder unfreundlich zu anderen Bewerberinnen und Bewerbern zu sein – Arbeitgebende achten auf solche Dinge! Anne Ahrens gibt den Tipp: Seid wachsam und tappt nicht in Fallen, die sich besonders fiese Personalabteilungen ausdenken. Beispiel: Es kommt vor, dass euch die Verantwortlichen während des Gesprächs ein Bier anbieten. So etwas anzunehmen, ist natürlich ein absolutes No-Go.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Anne Ahrens von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Kiel. Sie besucht auch Schulklassen und berät dort die Jugendlichen zum Thema Karrierestart

Anne Ahrens von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Kiel. Sie besucht auch Schulklassen und berät dort die Jugendlichen zum Thema Karrierestart

Wo kann ich mir Hilfe suchen, wenn ich orientierungslos bin oder meinen Karriereweg ändern will?

Die Beraterinnen und Berater vom Amt für Arbeit Kiel helfen euch gerne. Egal, ob ihr noch planlos seid, Hilfe beim Bewerben braucht oder plant, eure Ausbildung oder das Studium abzubrechen. Letztes Jahr haben 1000 Bewerbende das Angebot wahrgenommen, mit guten Erfolgsquoten. Die Unterstützung der Berufsberatung sieht ganz unterschiedlich aus – je nachdem, was gerade benötigt ist. Angeboten werden zum Beispiel Einzelgespräche, Elterngespräche und sogar, im Austausch mit dem Arbeitgeberservice der BA, die Vermittlung von Ausbildungsstellen direkt von den Betrieben – aktuell sind dort noch über 800 Plätze zu besetzen.

Von Luise Leder

Mehr aus Kiel

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen