Möglicher Brandanschlag

Solidarität mit linkem Laden in Kiel

Foto: Reger Zuspruch: Einer Einladung von Li(e)ber Anders zur Solidaritätsversammlung bei Glühwein folgten am Donnerstagabend viele Kieler.

Reger Zuspruch: Einer Einladung von Li(e)ber Anders zur Solidaritätsversammlung bei Glühwein folgten am Donnerstagabend viele Kieler.

Kiel. Behördensprecher Matthias Felsch erläuterte, dies bedeute Blicke "nach links, rechts und geradeaus". Federführend ist das Kommissariat 5, in dem politische Kriminalität behandelt wird. Eine Verortung der Straftat bedeute das aber noch nicht, heißt es von der Polizei.

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Solidarität auch international

Zum solidarischen Glühweintrinken versammelten sich gestern Abend etwa 80 Unterstützer vor dem Laden. Auch sonst sei der Beistand groß, sagte Julian Schmidt, einer der Aktivisten. Botschaften der Verbundenheit kamen nach seinen Angaben von vielen Initiativen aus Kiel und sogar aus Barcelona und Manchester.

Politiker schalten sich ein

Sorgen machen diese Ereignisse auch Lasse Petersdotter, Kieler Landtagsabgeordneter der Grünen und zuständig für Strategien gegen Rechtsextremismus: Zwar liegen ihm "keine näheren Erkenntnisse" zu dem Vorfall vor, doch sei wichtig festzuhalten, "dass es offenbar der erste dokumentierte Anschlag auf linke Strukturen in Kiel seit Langem war". Die Polizei konnte gestern nicht mehr zweifelsfrei klären, wann es letztmals ähnliche Ereignisse gegeben hatte.

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Auch Nachbarn sind geschockt

Petersdotter sagte zum Vorfall in Gaarden: "Diese Sprache ist ein Mittel des Rechtsextremismus, die sagen soll: Ihr seid hier nicht willkommen. Doch dass die Rechten hier Territorien abstecken, wird nicht gelingen." Aus dem Wahlkreisbüro um die Ecke kam der SPD-Bundestagsabgeordnete Mathias Stein und sprach von einem "Anschlag auf viele Leute, die links sind oder auch einfach für Demokratie stehen". Ebenfalls in der Nachbarschaft wohnt Claudia Schmidt, in deren Augen die mutmaßlich rechte Zündelei "total derbe" ist: "Das findet hier niemand lustig."

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