Kiellinie

Spundwände teurer als erwartet

Foto: Seit drei Jahren stehen die Absperrgitter bereits an Kiels Flaniermeile. Die Kaianlagen müssen saniert werden, bevor die Gitter wieder verschwinden. Doch wie lange das dauert und wie teuer das Ganze am Ende wird, ist noch unklar.

Seit drei Jahren stehen die Absperrgitter bereits an Kiels Flaniermeile. Die Kaianlagen müssen saniert werden, bevor die Gitter wieder verschwinden. Doch wie lange das dauert und wie teuer das Ganze am Ende wird, ist noch unklar.

Kiel. Im August hatte die Stadtverwaltung vermeldet, dass Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes im Rahmen der Neugestaltung der Kiellinie rund vier Monate lang den Fördegrund nach Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg absuchen. Das sei für die Grunderneuerung der Kaikanten am Berthold-Beitz-Ufer nötig. In der Vorlage an den Bauausschuss am 1. November teilt Stadtbaurätin Doris Grondke jetzt mit, dass der Kampfmittelräumdienst mit 921 "ungewöhnlich viele Verdachtspunkte" dort entdeckte. Die mögliche Bergung sei im Kostenrahmen noch nicht berücksichtigt.

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Eine einfache Reparatur reicht am Berthold-Beitz-Ufer nicht mehr aus

Die Schäden am Beitz-Ufer vor dem Kieler Yachtclub sind mittlerweile so groß, dass eine einfache Reparatur der rostigen Spundwände nicht ausreicht. Dezernentin Grondke (parteilos) schlägt daher dem Bauausschuss eine Variante vor, bei der im Abstand von drei bis vier Metern vor die alte eine neue Wand aufgestellt werden soll. Diese Lösung habe die Vorteile, dass der Platzbedarf an Land gering ausfalle, die Bauarbeiten die Promenade verbreiterten sowie weniger Lärm verursachten und eine technisch gute Ausführung gewährleistet sei. Doch der Eingriff, räumt Grondke ein, führe zu einem erheblichen ökologischen Eingriff im Flachwasser.

Bauarbeiten in der Förde bis in eine Tiefe von 2,20 Metern

Denn die Förde muss für die Maßnahmen mindestens 2,20 Meter tief ausgebaggert werden. Bis die ersten Bagger zur Sanierung der maroden Spundwände auf einer Länge von fast 500 Metern anrücken, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Die EU-weite Ausschreibung der Bauleistungen ist für das zweite Quartal 2019 geplant. Wie viel das Land an Zuschüssen beisteuert, ist ebenfalls noch unklar. Die neue Spundwand soll Auftakt sein für das Großprojekt „Kiellinie und Düsternbrook“, das durch eine Umgestaltung der Promenade mit der Sanierung zeitgleich eine höhere Aufenthaltsqualität schaffen soll. Deren Kosten schätzt die Stadt derzeit auf etwa 33 Millionen Euro.

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