Gefährliche Strecke

Unfreiwilliger Slalomkurs für Radfahrer

Foto: Hier im Schusterkrug beim Haus Irene müssen die Radfahrer unvermittelt auf die Straße und den Fahrradschutzstreifen benutzen. Zudem gibt es kein Schild, das vorher auf die Veränderung hinweist.

Hier im Schusterkrug beim Haus Irene müssen die Radfahrer unvermittelt auf die Straße und den Fahrradschutzstreifen benutzen. Zudem gibt es kein Schild, das vorher auf die Veränderung hinweist.

Kiel. So zumindest sieht das der Ortsbeirat Pries-Friedrichsort – allen voran Mitglied Marvin Schmidt (SSW), der das Thema kurzerhand direkt an seine Fraktion weiterleitete. Der Ortsbeirat hatte bereits mehrfach auf der Strecke zwischen dem Kindergarten der Lernwerft bis nach Alt-Friedrichsort Handlungsbedarf angemahnt, dass er die Radverkehrsführung dort für ziemlich unübersichtlich hält. Umso verwunderter war man, als der Verkehrsabschnitt wieder nicht in der Prioritätenliste zum Radverkehr auftauchte. „Das ist dort eine ziemlich gefährliche Situation“, fand auch Marvin Schmidt und dachte sich: „Wenn die Fraktion sich darum kümmert, ist mehr Druck dahinter.“ Auf Initiative der SSW-Ratsfraktion prüft die Landeshauptstadt Kiel nun, wie der Radverkehr dort sicherer gemacht werden kann.

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SSW-Antrag passierte den Bauausschuss

Im Dezember passierte ein entsprechender Antrag der SSW-Fraktion mehrheitlich den Bauausschuss. Darin wird die Verwaltung gebeten zu prüfen, mit welchen Maßnahmen die Verkehrssicherheit entlang des Straßenzuges Prieser Strand und Christianspries für Radfahrer unter Berücksichtigung eventueller Baumaßnahmen nachhaltig verbessert werden kann. Gleichzeitig soll die Verwaltung auch prüfen, ob eine Verlängerung des Fahrradschutzstreifens bis zum Übergang zur Straße An der Schanze, möglich ist, bis es zur Umsetzung einer solchen Maßnahme kommt.

Ein richtiger Radweg ist nur in Abschnitten vorhanden

Vor allem in den Sommermonaten seien hier viele Radfahrer auf dem Weg zum Falckensteiner Strand unterwegs. Aber auch sonst sei es eine Hauptroute nicht nur für die Schüler zwischen Pries-Friedrichsort und Altenholz, sondern auch für die Mitarbeiter im Industriegebiet, so Marvin Schmidt. Ein richtiger Radweg sei auf diesem vielbefahrenen Stück nur abschnittsweise vorhanden. "Auf der gesamten Strecke steht auch nirgendwo ein Schild, das die Radfahrer lotst." Und die hat so ihre Tücken, wie er vor Ort veranschaulicht. Nach dem gut ausgebauten Stück der Veloroute werden die Radler auf einen holprigen kombinierten Rad- und Fußweg geführt, der auf Höhe Schusterkrug abrupt endet. Weiter geht es auf einem Fahrradschutzstreifen, der ebenso plötzlich auf Höhe Prieser Strand 21 einfach aufhört. Erst ab der Gebrüder Friedrich Werft gibt es wieder einen kombinierten Rad-/Fußweg, allerdings auf der linken Seite. Ab dem Harald-Lindenau-Weg kann man dann ein Stück auf einem vom Fußweg getrennten Radweg fahren. Doch auch hier ist bei der Haltestelle Lindenau Werft abrupt Schluss, und es geht auf der Straße weiter.

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„Das ist die gefährlichste Stelle“, sagt Marvin Schmidt. „Man muss die Straße überqueren, und die meisten Autofahrer schießen mit 50 km/h aus der Kurve, die man nicht einsehen kann.“ Danach geht es entlang des Eisenzauns oberhalb der Lernwerft weiter auf der Straße. Für Marvin Schmidt muss hier schnell eine Lösung her. Und wenn nicht gleich die große, dann doch zumindest ein Fahrradschutzstreifen.

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