Plaza-Pläne

Verwaltung sagt Decathlon vorerst ab

Foto: Was passiert im Plaza-Center am Winterbeker Weg? Nach Auskunft der Supermärkte Nord ist der Standort defizitär und muss dringend weiterentwickelt werden.

Was passiert im Plaza-Center am Winterbeker Weg? Nach Auskunft der Supermärkte Nord ist der Standort defizitär und muss dringend weiterentwickelt werden.

Kiel. Vor einer Woche verwies der Rat das Thema in den Bauausschuss. Die Stadt hatte die Expertise des Münsterschen Rechtsanwalts Olaf Bischopink eingeholt, der vor allem deutlich machte: Das Bauvorhaben "widerspricht den Festsetzungen des Bebauungsplanes". An dieser Stelle sei die Möglichkeit eines einzelnen SB-Warenhauses eingeräumt worden. Das raumgreifende Decathlon-Konzept mit Lagerhallen voller Sport- und Freizeitartikel erfülle das nicht. Die Pläne müssten abgelehnt werden.

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Verwaltung änderte ihr Vorgehen

Daher kam die angedachte Vorgehensweise der Verwaltung gar nicht zum Tragen, die Florian Gosmann vom Stadtplanungsamt erläuterte. Bisher sei man davon ausgegangen, dass die Pläne genehmigt werden müssten. Deshalb sollte der B-Plan geändert und eine Veränderungssperre erlassen werden – um auch dem gesamtstädtischen Einzelhandelskonzept zu entsprechen, das 2011 vom Rat verabschiedet worden war: Ansiedlungen von Innenstadt-Händlern mit Produkten wie Sportartikeln seien demnach in Randlagen zu vermeiden. Die Stadt verwies nun aber auf Bischopink und zog alle Beschlussvorlagen zurück.

CDU wirft Kämpfer Versagen vor

"Wir sind der Meinung, dass diese Ansiedlung gut wäre", sagte die Ausschussvorsitzende Sigrid Schröter (CDU). Schon vor dem Ausschuss hatte die Fraktion eine Mitteilung veröffentlicht, in der sie Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) als Wirtschaftsdezernent Versagen vorwarf, weil dieser den Investoren abschrecke und die Zukunft des Plaza-Standorts insgesamt gefährde.

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Kämpfer: Sonst will die CDU die Innenstadt schützen

"Die CDU führt den Schutz der Innenstadt gerne im Munde. Und die Ratsversammlung hat auch mit Zustimmung der CDU das Einzelhandelskonzept beschlossen", schoss Kämpfer zurück. "Das ist unser politischer Auftrag. Es gibt in diesem Fall keine einfache Lösung. Aber wir arbeiten daran, eine für beide Seiten tragbare zu finden." Doch hat auch das geschäftsführende Unternehmen Supermärkte Nord (Rewe und Coop) ein Gutachten eingeholt, das die Plaza-Pläne als möglich erachtet. Die Einschätzung der Verwaltung weist Geschäftsführer Martin Czoske entsprechend zurück. "Wenn es irgendwann mal nötig sein sollte, müssen es dann Juristen unter sich klären." Doch er stellte auch in Aussicht: "Man wird sich bewegen." Die Plaza-Pläne bewegen weiter.

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