Fit und gesund 2019

Video: Das hilft gegen Rückenschmerzen

Foto: Rückentrainerin Swantje Jacobsen gibt unter anderem im Sport- und Freizeitheim in Ottendorf Kurse.

Rückentrainerin Swantje Jacobsen gibt unter anderem im Sport- und Freizeitheim in Ottendorf Kurse.

Kiel. "Immer mehr Bewegung wird uns im Alltag abgenommen", sagt Sportwissenschaftlerin Swantje Jacobsen und nennt damit schon eine Hauptursache für Rückenschmerzen. Die wenige Bewegung und das viele Sitzen sorgen dafür, dass immer mehr Menschen in Deutschland unter Verspannungen leiden. Die Expertin gibt rund um Kiel Kurse zur Prävention und Behandlung von Rückenschmerzen.

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Muskel ist nicht gleich Muskel

Den Großteil aller Betroffenen plagen unspezifische Rückenschmerzen, sagt Jacobsen. Das heißt, dass keine Erkankungen wie zum Beispiel Ostheoporose oder ein Bandscheibenvorfall die Schmerzen verursachen. "In dem Fall sind die Schmerzen auf einen Mangel an Muskulatur zurückzuführen", sagt Jacobsen. Diesem Schmerz könne man vorbeugen, in dem man sich mehr bewegt und die oberflächlich liegenden Muskeln trainiert. Mindestens genauso wichtig sei es laut Jacobsen allerdings, die Tiefenmuskulatur zu trainieren. Sowohl Knie-, Hüft und Sprunggelenke, als auch die Facettengelenke der Wirbelsäule werden von der Tiefenmuskulatur stabilisiert. Wer sie stärkt, stärkt also auch seinen Rücken.

Das hilft gegen Rückenschmerzen

Swantje Jacobsen ist Spezialistin für Rückenfitness. Sie erklärt, was man gegen Rückenschmerzen machen kann.

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Das Problem: "Diese Muskulatur können wir nicht anfassen und nicht willentlich ansteuern." Man kann sie aber trainieren: "Zum Beispiel auf instabilen Unterlagen. Die einfachste Form ist der Einbeinstand. Das kann man wunderbar im Alltag als Übung einbauen, zum Beispiel beim Zähneputzen."

Trotz Schmerzen bewegen

Wenn es erstmal richtig schmerzt, ist bei vielen Menschen ist der erste Impuls: hinlegen, ausruhen und schonen. "Dieser Weg ist völlig falsch", sagt Jacobsen. Wärme und Ruhe können nur Linderung verschaffen, aber keine Abhilfe. Erst Bewegung helfe dabei, die Verspannungen wieder zu lösen und Mobilität zu erlangen. Dabei würden schon kleine Bewegungen, wie etwa das kontrollierte Anheben und Senken des Beckens beim Liegen auf dem Boden, dabei helfen zum Beispiel den Lendenwirbelbereich zu lösen.

Jeden Tag an den Rücken denken

Langfristig ist das tägliche kurze Training zielführender, als eine lange Einheit einmal in der Woche. Die besten Resultate erzielen Betroffene, wenn sie einmal am Tag für mindestens zehn Minuten aktiv werden. Sportmuffel sollten wenigstens alle zwei Tage Übungen machen, rät Jacobsen.

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