Feuerquallen

Vorsicht in der Kieler Förde

Foto: Augen auf beim Schwimmen in der Kieler Förde: Durch die Strömung sind derzeit viele Feuerquallen im Wasser. Begegnungen können schmerzhaft enden.

Augen auf beim Schwimmen in der Kieler Förde: Durch die Strömung sind derzeit viele Feuerquallen im Wasser. Begegnungen können schmerzhaft enden.

Kiel. Etliche Sportler beim KN Förde-Triathlon hatten sich dick mit Rasierschaum eingeschmiert, nachdem sie aus dem Wasser kamen, um die brennenden Schmerzen nach einem Kontakt mit Feuerquallen zu lindern. Die Tiere sind seit dem Wochenende an einigen Orten in der Förde häufiger anzutreffen, bestätigen Experten.

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Die Triathleten waren von der Seebadeanstalt Düsternbrook aus gestartet, einen Tag später herrschte hier kein reger Badebetrieb – allerdings war das eher dem mauen Wetter als der Angst vor Feuerquallen geschuldet. Edis Bajraktarevic bestätigte: "Quallen sind jedes Jahr um diese Zeit mal da, für uns kein großes Thema", so der Betriebsleiter, "wir bereiten uns mit den üblichen Hausmitteln vor: Rasierschaum und Essig."

Weiterer Tipp von der Wasserwacht

Die kennt auch Florian Liebscher von der DRK-Wasserwacht: Am Wochenende seien den Rettungsschwimmern einige Badegäste mit schmerzhaften Irritationen aufgefallen. Nach ersten Einschätzungen ging die Menge am Sonntagabend wieder leicht zurück. "Für uns ist der Indikator immer: Wie viele Leute kommen mit schmerzverzerrtem Gesicht aus dem Wasser?", so Liebscher. Aber es habe auch kaum Badewetter geherrscht. Die Rettungsschwimmer haben einen weiteren Tipp: Die Stelle mit nassem Sand zu bedecken, sei ebenfalls effektiv. Anschließend ziehe man alles mit einer EC-Karte ab.

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Feuerquallen seien sehr gut erkennbar: "Sie haben ein wirklich dickes Tentakelbündel in Signalfarbe", so Liebscher. Das bekräftigt auch Dr. Javidpour, die selbst auf der Förde das Aufkommen der Feuerquallen untersuchen wollte. Da diese sich mit der Strömung bewegen, sei ihr Auftreten selbst in der Förde unterschiedlich. Ohne eine genaue Prognose abgeben zu wollen, rechnet die Forscherin noch einige Tage mit den feurigen Nesseltieren in der Förde.

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