Gaarden

Wagengruppe macht Ernestinenstraße frei

Foto: Vom Hasseldieksdammer Weg über Umwege an die Edisonstraße, dann nach Gaarden – und jetzt? Die Wagengruppe hat offenbar die Ernestinenstraße geräumt.

Vom Hasseldieksdammer Weg über Umwege an die Edisonstraße, dann nach Gaarden – und jetzt? Die Wagengruppe hat offenbar die Ernestinenstraße geräumt.

Kiel. Die Gruppe selbst war bisher für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Auch auf der Blog-Seite der Aktivisten findet sich kein aktueller Eintrag, der ein neues Ziel verkündet. Zuvor hatte die Stadt den Stellplatz in der Ernestinenstraße mit einem Ultimatum für Montag um 12 Uhr belegt. Bis dahin sollten die Wagen den Standort verlassen haben, auch einen Polizeieinsatz zur Räumung schloss die Verwaltung nicht aus. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer kritisierte die aus seiner Sicht mangelnde Verlässlichkeit der Gruppe.

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Stadt sieht keine Gesprächsgrundlage

"Gut, dass sie der Aufforderung nachgekommen sind", sagte Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska jetzt, "diesen Platz haben sie immerhin freiwillig geräumt." Bruno Levtzow, Ortsbeiratsvorsitzender in Gaarden kommentierte auf Facebook: "Ohne Polizeieinsatz wurde das Gelände in der Ernestinenstraße von der Wagengruppe geräumt. Geht doch auch friedlich."

Dennoch sei weiterhin keine Gesprächsgrundlage zwischen Stadt und Aktivisten vorhanden, so die Verwaltung. Nach einer "Politik der Nadelstiche", wie Wiese-Krukowska sie bei der Wagengruppe erkannt hat, sehe sich die Stadt nicht mehr am Zug, auf sie zuzugehen. "Gemeinsam getroffene Absprachen müssen nun einmal eingehalten werden", sagte Wiese-Krukowska. Ob und wie Gespräche auf der Suche nach einem Wagenstellplatz fortgesetzt werden können, ist völlig offen. Svenja Bierwirth, innenpolitische Sprecherin der Linken im Kieler Rat, kritisierte dieses aus ihrer Sicht "aufgeregte und immer aggressivere Vorgehen" von Verwaltung und Oberbürgermeister.

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Weg aus der Edisonstraße

Nach der Besetzung einer Möbel-Kraft-Ausgleichsfläche, einer Räumung durch die Polizei und monatelangem Hin und Her im vergangenen Jahr hatte die Wagengruppe den Winter in Kiel-Wellsee an der Edisonstraße verbracht. Die Stadt hatte den Aktivisten diesen Stellplatz nach eigenem Bekunden auch weiterhin anbieten wollen. Die Gruppe dagegen machte sich auf den Weg in die Innenstadt und zog in den vergangen Wochen von der Hörn an diverse weitere Punkte im Stadtgebiet.

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