Gaarden

Wagengruppe Schlagloch zieht umher

Foto: Schon wieder abgezogen: Nur kurz gastierte die Wagengruppe Schlagloch vor dem Freibad Katzheide, wo wir sie zum Gespräch trafen.

Schon wieder abgezogen: Nur kurz gastierte die Wagengruppe Schlagloch vor dem Freibad Katzheide, wo wir sie zum Gespräch trafen.

Kiel. Nun wolle man sich erst einmal orientieren. "Einen Wagenplatz muss man sich politisch erkämpfen, weil es ihn einfach nicht gibt im Gesetz", sagte ein Mitglied der Gruppe. Eine Eskalation wolle man aber keinesfalls, ziehe daher stets bei Erhalt einer Räumungsaufforderung weiter. Lediglich einmal habe die Gruppe aktiv eine Fläche besetzt – und zwar im vergangenen Jahr die Möbel-Kraft-Ausgleichsfläche in Hasseldieksdamm. Über den Winter hatte die Stadt den Aktivisten, die einen Wagenplatz in der Innenstadt fordern, dann die Nutzung einer Wiese in Wellsee eingeräumt. Der entsprechende Pachtvertrag ging bis Mai.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Aktivisten machten sich schließlich am Himmelfahrtstag wieder auf den Weg gen Innenstadt, zogen in einer Demo zunächst an die Hörn und standen in den vergangenen Wochen unter anderem am Bremerskamp oder in der Diedrichstraße. Das Ziel sei dabei stets gewesen, in der Suche nach einem Wagenplatz auf ungenutzte Grundstücke hinzuweisen: "Auch in der Innenstadt liegen Flächen brach", so ein Mitglied. Teil ihrer Agenda sei daher auch, auf die aus ihrer Sicht misslungene Flächennutzung und Wohnungsbaupolitik Kiels hinzuweisen.

Dissens: Was ist eine "Besetzung"?

"Im Gespräch mit der Stadt kam bei uns Unverständnis auf", hieß es außerdem – denn offenbar gebe es ein grundsätzlich unterschiedliches Verständnis einiger Begriffe: "Unsere ,Besetzungen’ zeigten mangelnde Verlässlichkeit", habe die Stadt den Aktivisten deutlich gemacht. "Wir sehen das aber anders: Wir haben diese Flächen besucht", so ein Mitglied. "Besetzung heißt ja eigentlich, man bleibt, bis es nicht mehr geht."

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Von städtischer Seite heißt es: "Wir gehen jetzt strikt ordnungsrechtlich vor", so Sprecherin Wiese-Krukowska. Erst wenn die Wagengruppe Absprachen einhalte, sei wieder eine langfristige Ergebnissuche möglich. "Wir werden sehen, inwieweit sich die politische Selbstverwaltung mit dem Thema befassen will", stellte Annette Wiese-Krukowska in Aussicht. Vielleicht kommen beide Seiten darüber wieder zusammen: Nach eigenem Bekunden will die Wagengruppe gerade in Kontakt zu den Ratsfraktionen treten.

Mehr aus Kiel

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen