Thema Nachhaltigkeit

Wie sieht Kiel 2030 aus?

Foto: Jeder Hocker steht für ein nachhaltiges Entwicklungsziel: Frauke Wiprich (li.) koordiniert seit einem Jahr für Kiel die kommunale Entwicklungspolitik. Bei Stefanie Skuppin, die das Büro des Stadtpräsidenten leitet, ist die Stabsstelle Koordination kommunale Entwicklungspolitik angesiedelt.

Jeder Hocker steht für ein nachhaltiges Entwicklungsziel: Frauke Wiprich (li.) koordiniert seit einem Jahr für Kiel die kommunale Entwicklungspolitik. Bei Stefanie Skuppin, die das Büro des Stadtpräsidenten leitet, ist die Stabsstelle Koordination kommunale Entwicklungspolitik angesiedelt.

Kiel. Wer an das Jahr 2030 denkt, plant vielleicht seine nächste langfristige Investition. Wenn Frauke Wiprich über das Jahr 2030 spricht, denkt sie an Kiel: "Ich wünsche mir eine noch lebenswertere Stadt, in der sich die Menschen gerne bewegen." Fahrradwege, Gleichbehandlung, gesunde Luft - das sind Begriffe, die Wiprich verinnerlicht hat. Sie besetzt die Koordinierungsstelle Kommunale Entwicklung, ein erst vor einem Jahr geschaffener Posten im Büro des Stadtpräsidenten. Ihre Aufgabe: die Nachhaltigkeit von Kiel im Auge behalten.

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Wie nachhaltig arbeitet die Stadt schon?

Im Juli 2016 beschloss die Ratsversammlung, sich dem Nachhaltigkeitsprogramm der Vereinten Nationen "Agenda 2030" anzuschließen und die 17 Entwicklungsziele anzugehen. Unter den Schlagworten wie "Keine Armut", "Hochwertige Bildung", "Leben unter Wasser" oder "Gesundheit und Wohlergehen" möchten die Vereinten Nationen das Leben der Zukunft schon jetzt positiv beeinflussen.

Was genau vor Ort getan wird, können die Kielerinnen und Kieler seit einer Woche nachlesen: Auf der Internetseite kiel.de/durchstarten zeigt die Stadt, wie weit Kiel im Bereich Nachhaltigkeit derzeit ist. "Wir wollen die Frage beantworten: Was macht Kiel eigentlich schon?", erklärt Wiprich. Ziel sei es dabei, vor allem zu sensibilisieren - bei den Mitarbeitern der Verwaltung und den Bürgern. Kiel habe schon viel im Bereich Nachhaltigkeit getan, meint Wiprich und verweist auf die Maßnahmen im Klimaschutz oder das Programm "Fairtrade Town".

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Neue Koordinatorin sieht Nachholbedarf

In manchen Bereichen gebe es aber noch Nachholbedarf, zum Beispiel in der Beschaffungspolitik der Stadt. "Bei den vielen Gütern, die wir kommunal beschaffen, vom Büro- bis zum Baumaterial, hat die Stadt einen wirtschaftlichen Einfluss, jedoch bisher kaum nachhaltige Maßnahmen ergriffen." Wiprich könnte sich zur Verbesserung als ersten Schritt ein Pilotprojekt in einem kommunalen Bereich vorstellen.

Kiel gehörte zu den ersten Städten, die sich den Zielen der Vereinten Nationen verpflichteten. Im März 2017 zeichnete die Landeshauptstadt die Musterresolution zur kommunalen Umsetzung der Agenda 2030, im September übernahm Wiprich ihre neue Aufgabe. Die gebürtige Kielerin kommt nach 20 Jahren wieder zurück in ihre Heimatstadt und bringt Expertise mit: Die Diplom-Politologin hat unter anderem das Team "Politische Arbeit Deutschland" der Stiftung Weltbevölkerung geleitet.

Von Heiko von Ditfurth

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