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Gutachten

Wird das Schleusentor doch repariert?

Foto: Seit der schweren Havarie liegt das in zwei Teile geschnittene Schleusentor im Dock der Werft German Naval Yards in Kiel.

Seit der schweren Havarie liegt das in zwei Teile geschnittene Schleusentor im Dock der Werft German Naval Yards in Kiel.

Kiel.Nach Informationen dieser Zeitung sind die Gutachter zu dem Schluss gekommen, dass es trotz der Schäden noch eine theoretische Möglichkeit zur Reparatur gibt – diese jedoch sehr aufwendig und teuer ist. Die Kosten dürften sich dann je nach Vergabeverfahren auch bei einer Reparatur auf den Preis eines neuen Tores einpendeln.

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Schifffahrt fürchtet lange Wartezeiten

Die Schifffahrt hofft auf eine möglichst schnelle Lösung. „Für die Betriebssicherheit und Verlässlichkeit des Kanals sollte das gemacht werden, was schnell geht. Eine langwierige Planung mit Ausschreibung sollte auf jeden Fall vermieden werden“, sagt Jann Petersen von der Initiative Kiel Canal. Der Schiffsmakler fürchtet im Fall einer weiteren Havarie oder eines technischen Problems mit einem Tor erneut lange Wartezeiten für die Schiffe. Bereits bei der Bergung des Tores war auf eine Ausschreibung verzichtet worden, da es in Kiel durch den Ausfall der kleinen Schleusen seit 2014 ohnehin einen permanenten Engpass gibt. „Für uns ist wichtig, dass es schnell wieder ein zweites Reservetor gibt. Eine jahrelange Hängepartie mit nur einem Reservetor wäre der falsche Weg“, sagt Kapitän Gerald Immens, zweiter Vorsitzender des Nautischen Vereins zu Kiel.

Zum Zeitplan für die Reparatur des kaputten Tores oder den möglichen Ersatzbau machte GWDS-Sprecherin Thoma noch keine Angaben. Für die Schifffahrt steht jetzt noch ein Reservetor in Kiel-Holtenau bereit. Ein anders Tor muss auf absehbare Zeit in eine Werft zur Überholung. Fällt dann ein weiteres Schleusentor aus, muss eine der beiden letzten verfügbaren Schleusenkammern in Kiel stillgelegt werden.

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Experten suchen nach Gründen der Havarie

Auch für die Suche nach der genauen Ursache der schweren Havarie im Februar werden noch einige Monate benötigt. Die Frage nach dem Grund für das Versagen der Steuerung der „Akacia“ versuchen Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg zu klären. Ein Abschlussbericht wird erst im Winter erwartet.

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