Verkaufsoffener Sonntag

Aktionstag mit Stoffköste und Odtimershow lockte nach Neumünster

Ein Hingucker: Ernst-Werner Kröger aus Neumünster-Einfeld in seinem 1960 gebauten Messerschmitt KR 200 beim Oldtimertreffen auf dem Großflecken.

Ein Hingucker: Ernst-Werner Kröger aus Neumünster-Einfeld in seinem 1960 gebauten Messerschmitt KR 200 beim Oldtimertreffen auf dem Großflecken.

Neumünster. Wann ist man selber alt? Wenn bei einer Oldtimershow wie am Sonntag auf dem Großflecken in Neumünster ein 1984 gebauter Golf 2 mit H-Kennzeichen als Ausstellungsstück steht und man sich an die eigene Jugend erinnert. Ein Hingucker war der blaugraue VW nicht. Das galt eher für den Messerschmitt Kabinenroller 200, den Ernst-Werner Kröger aus Neumünster-Einfeld präsentierte. Neben den Oldtimern lockten Stoffköste und verkaufsoffener Sonntag, Aktionen der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte, Spielangebote in den Teichuferanlagen zum Weltkindertag sowie das 3. Schwanenrennen in die Stadt.

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Der Kabinenroller von Messerschmitt, der für 2390 Deutsche Mark ab 1955 bis 1965 verkauft wurde, bietet zwei Personen Platz. „Als Fahrer hat man es bequem. Die zweite, dahinter sitzende Person, muss ihre Füße am Fahrer links vorbei nach vorne ausstrecken“, berichtete Ernst-Werner Kröger, der in der Kieler Straße einst eine Tankstelle betrieben hatte. 280 dieser Kabinenroller gibt es noch in Deutschland. Die Gemeinschaft bei den Messerschmitt-Treffen sei toll. Beim Fichtel und Sachs-Motor handelt es sich um einen Motorradmotor – einen Rückwärtsgang gibt es eigentlich nicht. „Muss man rückwärts fahren, muss man den Motor ausmachen. Den Schlüssel in den Schacht drücken und neu starten. Dann fährt der Wagen rückwärts, mit allen Gängen“, so der Eigentümer schmunzelnd.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten bei der Demonstration der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte die Rettung eines verletzten und eingeklemmten Autofahrers aus seinem Fahrzeug auf dem Gänsemarkt. Hier wird gerade das Dach weggetragen.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten bei der Demonstration der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte die Rettung eines verletzten und eingeklemmten Autofahrers aus seinem Fahrzeug auf dem Gänsemarkt. Hier wird gerade das Dach weggetragen.

Bis 12.30 Uhr hatten alle Besucherinnen und Besucher Glück, es blieb trocken. Dann öffnete der Himmel bis 15.30 Uhr für Nieselregen seine Schleusen. Die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte, die am Einheitsfeiertag am Montag, 3. Oktober, von 11 bis 17 Uhr im Gefahrenabwehrzentrum in der Färberstraße 105 bis 107 ihren 150. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür feiert, zeigte auf dem Gänsemarkt vor der Holstengalerie, wie eine Personenrettung aus einem Auto erfolgt. Unter anderem wurde das Dach abgeschnitten.

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„Ein Feuerwehrkamerad aus Wahlstedt betreibt einen Recyclinghof und unterstützt uns immer mit Fahrzeugen für Übungen“, so Stadtmittewehrchef Michael Hahnke. Das „Unfallopfer“ mimte René Jacobsen, Haustechniker der Holstengalerie. „Angst habe ich nicht gehabt, durch einen im Wagen sitzenden Feuerwehrmann wird einem immer erzählt, was gerade um einen herum knackt oder splittert“, so Jacobsen im Anschluss. „Da man auch einen Helm aufgesetzt bekommt und in eine Schutzfolie gehüllt wird, wird einem sehr warm.“

Stoffköste auf dem Kleinflecken in Neumünster gut besucht

Ein Selbstgänger war die Stoffköste. Die Stände waren sehr gut besucht. Warum erklärte Katarina Gosch, die für ihren Sohn Yannik Dinostoff und anderes einkaufte: „Stoff kaufe ich nicht im Internet. Den muss ich vorher anfassen. Die Haptik ist wichtig.“ Knopfhändler Dick Zengerink ist seit 45 Jahren im Geschäft. „Das macht einfach Spaß. Mit dem Startschuss in Neumünster bis 14 Uhr war er sehr zufrieden. Tags zuvor sei er in Hannover gewesen. Da sei es nicht so gut gelaufen. „Die Leute sitzen auf ihrem Portemonnaie. Er hoffe, dass das kein Trend sei: „Das Hobby Nähen macht das Leben doch schön.“ Er bestätigte aber auch: Online kauften die Leute kaum. Daher habe er sein Portal wieder eingestellt.

Der Kinderschutzbund wies in den Teichuferanlagen zum Weltkindertag am 20. September auf die Rechte des Nachwuchses hin, hier Annika Radtke mit ihren selbst entwickelten Karten.

Der Kinderschutzbund wies in den Teichuferanlagen zum Weltkindertag am 20. September auf die Rechte des Nachwuchses hin, hier Annika Radtke mit ihren selbst entwickelten Karten.

Bei den Kinderaktionen in den Teichuferanlagen war gegen Mittag noch nicht so viel los. Am Stand des Kinderschutzbundes verteilte Annika Radtke Karten mit positiven Ratschlägen für eine „gewaltfreie Erziehung“.

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Durch die Coronapandemie habe Gewalt gegen Kinder deutlich zugenommen, auch die psychische Form. In seinen Flyern wirbt auch der Kinderschutzbund für die Nummer gegen Kummer für Kinder- und Jugendliche, Tel. 1161111.

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Zum Schwanenrennen gegen 15 Uhr schloss der Himmel seine Pforten wieder und es war trocken. Knapp 5000 Lizenzen hatten die Vertreter des Serviceclubs Round Table verkauft. Gut 20 000 Euro dürften wieder für den guten Zweck zusammengekommen sein. Ergebnisse und Preise können Interessierte im Internet unter www.schwanenrennen.de finden. Informationen zu den Zwecken, die unterstützt werden, sind im Internet unter www.RT67.de zu finden.

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