Kneipenszene

Der Fürsthof soll der Fürsthof bleiben

Foto: Volker und Elke Schneider geben ihre Kneipe Zum Fürsthof nach 30 Jahren ab.

Volker und Elke Schneider geben ihre Kneipe Zum Fürsthof nach 30 Jahren ab.

Neumünster. Volker Schneider (62), Ur-Neumünsteraner und einst begnadeter Fußballer beim FC Torpedo, war in den Räumen mit der Postadresse Großflecken 43 schon Gast, als die Lokalität noch „Bi Harry“ hieß. Als Regina Geuer und Detlef „Schmacki“ Schmackpfeffer die Kneipe 1984 übernahmen, ihr den heutigen Namen gaben und sie im November mit einer Beachparty eröffneten, war Schneider schon als Kellner am Start.

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Ende der 1980er-Jahre stieg er zur Hälfte in den Laden ein, 1995 übernahm er ihn ganz. 2002 kam Ehefrau Elli mit ins Boot, sie kümmert sich seitdem um das Musikprogramm und viele Arbeiten im Hintergrund.

Für die Größe der Kneipe (der Gastraum hat nur 47 Quadratmeter) ist hier immer einiges los, besonders bei den Konzerten. Oft ist es so voll, dass die Fenster geöffnet werden müssen und die Gäste auf der Straße stehen. Das wird auch zur Holstenköste in der nächsten Woche wieder so sein.

„Hier kann jeder auch allein kommen"

Richtig voll wird es, wenn Volker und Elli zu ihren Wohltätigkeitskonzerten für die ALS-Hilfe aufrufen. Ansonsten ist der Fürsthof aber für seine ruhige und familiäre Atmosphäre bekannt. Elli Schneider: "Hier kann jeder auch allein kommen, ohne blöd angequatscht zu werden."

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Sven Menzer übernimmt

Neuer Pächter ist ab Juli der gelernte Bäcker und Finanzwirt Sven Menzer; er wird den Fürsthof zusammen mit seiner Partnerin Daniela Martschok betreiben. Sie kommt aus der Gastronomie und wird den Laden managen, er mehr im Hintergrund wirken und sich um die Konzerte kümmern.

Wohnzimmer-Charakter soll bleiben

„Wir wollen den einzigartigen Charme mit seinem Wohnzimmer-Charakter erhalten. Der Fürsthof bleibt der Fürsthof, Schickimicki wird es hier nicht geben“, sagte Menzer. Das Konzertprogramm für das zweite Halbjahr ist in Arbeit; sowohl alte Hasen als auch junge Künstler werden im und vor dem Fürsthof auftreten. Wie immer.

Volker Schneider will nun auch aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten. Er und seine Frau wünschen ihren Nachfolgern alles Gute. „Wir übergeben ein tolles Team, haben sehr nette Nachbarn und gute Kollegen in der Kneipenszene. Es wäre toll, wenn die noch weiter belebt würde, damit in Neumünster wieder mehr los ist“, sagen sie.

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Auch der Postkeller ist in neuen Händen

Der Fürsthof ist nach dem Postkeller bereits die zweite Alt-Neumünsteraner Kneipe, die in kurzer Zeit den Inhaber wechselt.

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