Stefan Moik

Eine Ehrung, die berührte

Foto: Daniel Günther heftete Stefan Moik die Ehrennadel an seinen Schal.

Daniel Günther heftete Stefan Moik die Ehrennadel an seinen Schal.

Neumünster. Stefan Moik (51) leidet seit zehn Jahren unter der unheilbaren Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), ist an den Rollstuhl gefesselt und kann sich nur noch mit Hilfe eines Sprachcomputers ausdrücken. Aber er organisiert mit eisernem Willen jährlich ein Fußball-Turnier, das inzwischen fester Bestandteil der Holstenköste ist. Die Einnahmen des Turniers fließen der Krzystof-Nowak-Stiftung zu, die ALS-Kranken in wirtschaftlicher Not hilft.

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"Es ist eine große Ehre für mich"

„Es ist eine große Ehre für mich, Sie mit der Ehrennadel auszeichnen zu dürfen. Ganz viele Schleswig-Holsteiner sind stolz auf Sie, und ich bin es auch. Wir brauchen treibende Kräfte wie Sie“, sagte Günther. Die Nadel heftete er Moik an seinen Schal und las ihm anschließend noch den Text der Urkunde vor, die Moik ebenfalls erhielt. Günther: „Wenn jemand die Nadel verdient hat, dann sind Sie es.“

30.000 Euro schon gesammelt

Knapp 30.000 Euro hat Stefan Moik über die Jahre hinweg mittlerweile für die Stiftung gesammelt. Gemeinsam mit einem Team von etwa 40 Helfern organisiert er seit 2016 nicht nur das Fußballturnier, es werden auch Kaffee, Kuchen und Suppe für den guten Zweck verkauft. Außerdem gibt es eine Tombola, eine Hüpfburg sowie eine Kletterwand.

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Bereits von 2010 bis 2014 war Stefan Moik auch der Initiator des "Childrens-Cups" zu Gunsten hilfsbedürftiger Kinder. Auch damit konnten bereits vierstellige Beträge für Kinderhilfsprojekte gesammelt werden. Auch Benefizkonzerte finden für die Stiftung statt.

Computer las die Dankesrede vor

Moik hatte eine kleine, berührende Dankesrede vorbereitet, die sein Computer vorlas. Er freue sich außerordentlich über diese Auszeichnung, denn sie zeige ihm: „Auch Behinderte können etwas leisten. Trotzdem ist es hier gerade ein etwas komisches Gefühl.“ Auch alle seine Mitstreiter hätten die Anerkennung allerdings verdient, allen voran sein Vater Walter, der immer in vorderster Linie bei der Organisation mithelfe.

"Aufgeben ist keine Option"

Stefan Moik versuchte, anderen Menschen in ähnlicher Lage Mut zu machen. „Ich habe mich nie gefragt: ,Warum ich?’, seit ich vor zehn Jahren die Diagnose ALS bekommen habe. Ja, es ist doof, gelähmt zu sein und nichts zu tun zu haben. Aber ich habe trotzdem Lust auf das Leben. Aufgeben ist keine Option.“

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