Großflecken

„Stadt unterwirft sich dem Architekten“

Foto: Auf einem Musterfeld im südlichen Teil des Großfleckens mit behandelten Steinen erkennt man den Unterschied.

Auf einem Musterfeld im südlichen Teil des Großfleckens mit behandelten Steinen erkennt man den Unterschied.

Neumünster. Seit mehr als vier Jahren wird im Rathaus darüber diskutiert, ob und wie der Großflecken umgebaut werden soll. Der erhielt seine heutige Form 1991 und ist seitdem der zentrale Veranstaltungs- und mittlerweile auch Marktplatz. Ein Bürgerentscheid zur Sperrung für den Individualverkehr fiel 2014 durch.

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Die Verwaltung schlägt nun vor, dass die Grundkonzeption des Platzes erhalten bleibt, aber das Pflaster auf der großen Fläche herausgenommen, jeder einzelne Stein gerade gesägt und wieder eingesetzt wird.

Kleinpflaster soll ausgetauscht werden

Die schlimmsten Stellen mit Kleinpflaster (Eingang Lütjenstraße und gegenüber Karstadt) sollen ausgetauscht werden, ebenso auf dem Radweg. Der Gehweg auf der Rathausseite soll verbreitert werden, was zum Wegfall der Parkplätze führen würde. Gesamtkosten: 5,62 Millionen Euro.

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Das Kernproblem war bislang stets die ablehnende Haltung des Platz-Architekten Dieter Rogalla, der laut dem 30 Jahre alten Vertrag weitgehende Mitspracherechte bei Veränderungen hat. Nun hat Oberbürgermeister Olaf Tauras (CDU) allerdings etwas erreicht. "Ich habe ihn bei Berlin besucht und ihm unser Konzept unterbreitet. Das hat er im Wesentlichen abgenickt", sagte Tauras im Ausschuss. Bei Details bestehe aber immer noch Klärungsbedarf.

Fraktionen wollen noch Änderungen einbringen

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerd Kühl kündigte an, seine Fraktion werde Änderungswünsche im Rat vorbringen. „Die Stadt will sich dem Architekten unterwerfen. Ich glaube, die Verwaltung hat nicht hart mit ihm verhandelt, sondern ihn um eine Unterschrift gebeten. Wir sind damit nicht einverstanden“, sagte Kühl. Auch andere Fraktionen wollen Änderungsanträge einbringen.

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