Tarifstreit in Kindergärten

Städtische Kitas werden am Dienstag in Neumünster bestreikt

Am Internationalen Frauentag, 8. März, sollen Kitas in Neumünster bestreikt werden.

Am Internationalen Frauentag, 8. März, sollen Kitas in Neumünster bestreikt werden.

Neumünster. Für den internationalen Frauentag kündigt die Gewerkschaft Verdi Warnstreiks in den städtischen Kitas in Neumünster und Norderstedt an. Am Dienstag, 8. März, sollen demnach ganze Kindertagesstätten oder auch Teilbereiche bestreikt werden. Auslöser ist das Scheitern der erster Verhandlungsrund mit den kommunalen Arbeitgebern am 25. Februar, teilt Verdi dazu mit.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bereits für Montag kündigt die Gewerkschaft Aktionen zur Einstimmung auf die Tarifauseinandersetzung an. Nach zwei Jahren besonderer Herausforderungen durch die Pandemie fühlten sich die Mitarbeitenden in den Kitas im Regen stehen gelassen. „Gerne wird ihre Arbeitsleistung in den höchsten Tönen gelobt und betont wie unverzichtbar sie sind. Es ist an der Zeit den Worten Taten folgen zu lassen“, begründet Gewerkschaftssekretärin Annette Falkenberg von Verdi die Planung.

Lesen Sie auch

Die Gewerkschaft moniert, dass die sozialen Berufe bei den Gehältern nach wie vor benachteiligt seien: „Über alle Branchen gesehen klafft noch immer eine Gehaltslücke von 18 Prozent“, so Annette Falkenberg. Dies betreffe vor allem Frauen, die in den Kitas 94 Prozent der Belegschaften stellten. Der Warnstreik am Internationalen Frauentag, soll wohl auch diesen Aspekt besonders unterstreichen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bei der Stadt, die in Neumünster neun von insgesamt 24 Kitas in Eigenregie betreibt, geht man davon aus, dass am Dienstag drei Einrichtungen, die Kitas im Haart in Faldera und an der Schuberstraße, wegen des Warnstreiks komplett geschlossen werden. Darüber hinaus könnten auch weitere Gruppe und Teilbereiche in den Einrichtungen ausfallen, sagt Stephan Beitz, Pressesprecher der Stadt. Angesichts von Ausfällen durch Corona und den ohne vorhandenen Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung könne die Stadt keine Notbetreuung für den Streikausfall anbieten.

Mehr aus Neumünster

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen