Neustadt

Retter simulieren Anschlag auf dem Marktplatz

Auf dem Neustädter Marktplatz wurde ein Anschlag mit einem Sprinter simuliert, der in eine Menschengruppe vor einem Café gefahren war.

Auf dem Neustädter Marktplatz wurde ein Anschlag mit einem Sprinter simuliert, der in eine Menschengruppe vor einem Café gefahren war.

Neustadt. Das Szenario erinnert an einen Hollywoodstreifen: Der Fahrer eines Sprinters kommt aus der Reiferstraße gerast, rammt ein anderes Fahrzeug und kommt auf seiner Irrfahrt durch die Menschenmenge im Außenbereich eines Cafés zum Stehen. Stühle und Tische fliegen durch die Luft, das gerammte Fahrzeug liegt auf dem Dach, Menschen werden verletzt, Schreie überall und blutüberströmte Opfer.

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Alles sieht nach einem Terroranschlag aus, so wie man ihn vielleicht schon einmal im Fernsehen gesehen hat. Doch zum Glück alles nur eine Übung diverser Einsatzkräfte aus dem Kreis Ostholstein mit mehr als 120 Einsatzkräften.

Um 18.45 Uhr geht es los

Alexander Wengelewski von der Feuerwehr Neustadt hatte die Idee für die Übung. Zusammen mit den vielen Verantwortlichen der Hilfsorganisationen, der Polizei und sogar der Schön Klinik wurde das Konzept über Wochen akribisch genau ausgearbeitet. Um 18.45 Uhr war es dann soweit. Mit dem Stichwort MANV (Massenanfall von Verletzten) eilen die Einsatzkräfte auf den Markt.

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Überall auf der Straße lagen Verletzte, sogar Tote. Sofort wird Großalarm ausgelöst. „Das Hauptaugenmerk bei so vielen Verletzten gilt der schnellen Versorgung“, sagt Carsten Kreutzfeldt von der Technischen Einsatzleitung. Polizei und Feuerwehr treffen zuerst ein, kümmern sich so gut es geht um die zahlreichen Verletzten. Sogar schweres Gerät muss von der Feuerwehr eingesetzt werden, damit eingeklemmte Personen aus den beiden Fahrzeugen befreit werden können.

Organisatoren sind zufrieden

Bei solchen Lagen kommt ein Leitender Notarzt an die Einsatzstelle und sichtet alle betroffenen Personen und teilt diese nach ihrer Art der Verletzung einer Kategorie zu. Rot bedeutet schwere und lebensgefährliche Verletzungen. Nach und nach werden alle Patienten in Zelte gebracht, dort weiter versorgt und für den Abtransport in die Schön Klinik bereit gemacht.

Dort steht an diesem Abend ausreichend Personal für eine schnelle medizinische Versorgung zur Verfügung. Die Verantwortlichen der Organisationen zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Übung.

Arne Jappe

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