Tierischer Gast in Preetz

Alle fliegen auf die Elster Nils

Foto: Die Elster zeigt sich sehr zutraulich.

Die Elster zeigt sich sehr zutraulich.

Preetz. Jonathan war im Mai 2003 im Wildtierheim in Preetz abgegeben und aufgepäppelt worden. Die Lachmöwe wurde anschließend auf dem Kirchsee ausgesetzt. Doch warum selbst jagen, wenn man doch bisher von den Menschen so gut versorgt worden war, dachte sich wohl der Vogel. Und spazierte fortan durch die Innenstadt, wo er schreiend und flügelschlagend sein vermeintliches Recht auf ein leckeres Frühstück oder Mittagessen einklagte. Ein Versuch, ihn an der Westküste auszusetzen, scheiterte. Er tauche immer noch mal in Preetz auf, allerdings nur noch ganz selten, erzählt Wildtierheim-Leiterin Wiebke Baruth.

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Sie steckt neugierig den Schnabel in Becher

Nun ist es also eine Elster, die neugierig ihre Nase – Pardon, den Schnabel – überall hineinsteckt. Zum Beispiel in einen Becher auf dem Tisch eines Cafés am Marktplatz. Sie sucht sich erhöhte Sitzplätze, um ihren Blick schweifen zu lassen, sei es auf einem Auto, Fahrradkorb, Balkon oder einer Schulter – da kann man sich gleich ein bisschen herumtragen lassen. Auch bei Heike Degen nahm sie Platz. „Das war echt der Hammer“, kommentiert diese. „Die ist echt lustig und eine Bereicherung für unser Städtchen.“

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Im Wildtierheim aufgepäppelt?

Es könnte sich um eine Elster handeln, die wie Jonathan im Wildtierheim in Preetz aufgepäppelt wurde. Dort war jedenfalls Ende Mai ein Vogel von Leuten abgegeben worden, die ihn erst selbst gefüttert hatten, bis er zu zahm wurde. „Wir haben die Elster mit den Rabenkrähen in einer Voliere zusammengesetzt“, berichtet Wiebke Baruth. Die Zutraulichkeit schwand, und der Vogel wurde in der Feldmark ausgewildert.

Außerdem waren ab Mitte Juni bis Mitte Juli zwei weitere Elstern im Wildtierheim. Ob es sich bei der Marktplatz-Besucherin um eine von den dreien handelt, könnte man anhand des Rings feststellen. „Wenn man sie mit einem Kescher bekommt, kann man die Nummer ablesen und weiß es dann genau“, sagt sie. „Aber es liegt ja nahe.“

Schon ein Armband erbeutet

In den sozialen Netzwerken wurde der Vogel schon mal auf den Namen Nils getauft. Er lässt sich auch auf Wochen- und Flohmärkten blicken. In der Geschäftsstelle der Kieler Nachrichten pickte er die Bücher in der Auslage um. Und dem Ruf als diebische Elster wird Nils auch gerecht: Ein Armband soll er schon erbeutet haben.

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