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Corona

Blutspende beim DRK: Kippt die Pflicht zur FFP2-Maske nach Kritik?

Hier wird Blut gespendet.

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Stolpe. Im gesamten Gebiet des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost hat es Kritik an der strengen Maskenpflicht gegeben. Das sagte Susanne von Rabenau, Sprecherin des Blutspendedienstes.

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Hintergrund sind die weiterhin strikten Vorgaben des DRK für Blutspenderinnen und Blutspender in Schleswig-Holstein: In allen Innenräumen gilt demnach eine FFP2-Maskenpflicht.

DRK: Massenveranstaltungen erlaubt, strenge Vorgaben bei der Blutspende

„Die Leute können ja ohne Einschränkungen zu Massenveranstaltungen gehen, bei uns müssen sie aber Maske tragen. Andererseits haben wir einen Versorgungsauftrag“, sagte von Rabenau. Der Blutspendedienst will ihren Worten zufolge auf die Kritik reagieren. „Es sind Lockerungen im Gespräch“, kündigte die Sprecherin an.

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Die DRK-Blutspendedienste ergriffen zusätzliche Hygiene-Maßnahmen, um ein Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus für Spender, Mitarbeiter und Ehrenamtliche so gering wie möglich zu halten. Das Rote Kreuz nennt Zugangskontrollen, Handdesinfektion sowie Abstandsregeln. Alle Besucher der Blutspendeaktionen werden mit einer FFP2-Maske ausgestattet.

Zuvor wurde Heinrich Overath bei der jüngsten Blutspendeaktion in Stolpe geehrt. Overath, Pensionär aus Belau, erhielt die Geschenke für ein besonderes Jubiläum: Zum 125. Mal ließ sich Overath einen halben Liter Blut abzapfen – und freute sich dabei auch über viele lobende Worte und Glückwünsche.

Heinrich Overath: Erste Blutspende im Jahr 1968

Bei strahlendem Sonnenschein trat Overath im Dorfgemeinschaftshaus Stolpe zur Jubiläumsblutspende an. Wann er genau zum ersten Mal die Ärmel für die vorbereitenden Untersuchungen und der anschließenden Blutspende hochkrempelte, weiß der gelernte Elektriker nicht mehr. „Es war im Jahr 1968, das weiß ich noch, und ich konnte die Blutspende in der Schlossgaststätte zu Hause in Belau absolvieren, die es ja leider nicht mehr gibt“, erzählte der Pensionär, der früher im ehemaligen Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn in Neumünster arbeitete.

Corona-Infektionen stoppen Blutspenden

Zu Beginn der Corona-Krise registrierte der DRK-Blutspendedienst eine riesige Hilfsbereitschaft. Seit einigen Wochen aber ist die Versorgungslage im Land laut DRK kritisch. In Schleswig-Holstein und Hamburg spenden täglich bis zu 50 Menschen weniger als üblich. 500 Spenden pro Tag werden gebraucht. Der Grund: Neben Menschen, die das Tragen von Masken ablehnen, fallen auch Personen als Spender aus, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Vier Wochen müssen Betroffene warten, bis sie wieder spenden können.

Sein Vater hatte ihn damals überredet, Blut zu spenden. „Er sagte mir, dass es einfach eine sehr sinnvolle Sache ist, und das stimmt ja auch“, erklärte Overath, der 43 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr Belau wirkte und dabei auch im Vorstand mitarbeitete. Zudem ist der Belauer seit knapp 20 Jahren Vorsitzender und Trainer des Wassersportvereins seines Dorfes.

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Heinrich Overath animiert Kinder zum Blutspenden

Der heute 72-Jährige hätte auch das seltene Jubiläum von 150 Blutspenden erreicht. Wegen eines bestimmten Blutwerts durfte er aber acht Jahre nicht spenden.

Zum Blutspendenjubiläum erhielt Heinrich Overath (Mitte) Geschenke von Susanne von Rabenau und von Bruno Wunsch.

Zum Blutspendenjubiläum erhielt Heinrich Overath (Mitte) Geschenke von Susanne von Rabenau und von Bruno Wunsch.

Auch seinen beiden Kindern hat Heinrich Overath erfolgreich vermitteln können, wie wichtig Blutspenden ist. Ein Sohn hat die erste Schallmauer von 50 Blutspenden durchbrochen. „Jedem kann mal etwas passieren, etwa ein Unfall, und man muss ja nicht selbst schuld daran sein.“

Beim DRK in Stolpe spende er besonders gern, dort sei der Imbiss besonders gut, berichtet der Spendenjubilar. Schade sei nur, dass der Treffpunkt-Charakter der Blutspende wegen der Corona-Beschränkungen in den vergangenen beiden Jahren gelitten habe.

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Die örtlichen Organisatoren um den Stolper DRK-Ortsvorsitzenden Bruno Wunsch registrieren deswegen aber keine Rückgänge. „Wir sind sehr zufrieden, zu uns kommen immer so zwischen 50 und 65 Spenderinnen und Spender, heute sind sogar sechs Erstspender dabei“, erklärte Wunsch.

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