Ein dunkles Kapitel

Hexenprozessem auf Gut Schmoel

Foto: Im 16. und 17. Jahrundert fand die Hexenprozesse in Europa ihren Höhepunkt.

Im 16. und 17. Jahrundert fand die Hexenprozesse in Europa ihren Höhepunkt. Zwischen 40.000 und 60.000 Menschen wurden in Europa hingerichtet, häufig auf dem Schiterhaufen.

Hohenfelde. Alles beginnt mit einem Streit. Im März 1686 geraten Margarete Harder und Mette Schlan in einem Dorf in der Nähe des Gutes Schmoel bei Hohenfelde aneinander. Die Frauen tauschen Beleidigungen aus, es kommt zu Drohungen. Eigentlich etwas alltägliches. Doch Margarete Harder wird einige Tage nach dem Streit schwer krank.

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Sie und ihr Mann vermuten, dass Schlan sie im Zuge des Streits verhext haben könnte. Sie klagen Schlan beim Gutsherrn Graf Christoph von Rantzau wegen Hexerei an. Eine schlimme Anschuldigung. Denn damals grassiert der so genannte Hexenwahn. Europaweit wird Millionen Menschen der Prozess gemacht, 40000 bis 60000 werden hingerichtet.

Asche der Hexen auf Hundsdiek verstreut

Auch von Rantzau ist ein fanatischer Hexenjäger. Bereits 1666 ließ er vermeintliche Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Als er von Harders Anklage hört, lässt er die Beschuldigte festnehmen. Schlan wird verhört. Zunächst leugnet sie die Tat. Doch später, wahrscheinlich unter Androhung oder Anwendung von Folter, gesteht sie und beschuldigt weitere Menschen.

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Die Asche der Hexen wird auf dem nahegelegenen Hundsdiek, einem Ort für verendete Tiere, verstreut. Noch heute, so will es die Sage, sollen Wanderer dort gelegentlich das schmerzvolle Rufen und Stöhnen der Verurteilten hören. Und an die Hexenprozesse erinnert heute noch der "Hexenstein".

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